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ARD-THEMENWOCHE ZUKUNFT DER ARBEIT Metzgersleut’ im Rottal

Metzgereien mit eigener Schlachtung gibt es im Rottal nur noch selten. Weil die Nachfrage nach regionalen Produkten aber steigt, ändert sich das Berufsbild: Konzentration auf Qualität, Wochenmarktgeschäft und Direktvermarktung sind Wege, die das Metzgerhandwerk dort geht.

Stand: 28.10.2016 | Archiv

Ein Film von Paul Enghofer

Ein Ladengeschäft am Stadt- oder Marktplatz, dazu eine Gastwirtschaft und im Hof dahinter das Schlachthaus. So denkt man sich das Bild eines traditionellen Metzgereibetriebs, den es aber in dieser Form im Rottal nur noch selten gibt. 
In der Kreisstadt Pfarrkirchen sind heute noch zwei Metzgereien ansässig. In keiner wird geschlachtet. Der große Schlachthof am Ort wurde geschlossen. Längst hat sich der Verkauf von Fleisch und Wurst in die Supermärkte verlagert. Zahlreiche kleine Metzgereien haben gerade in den letzten Jahren in der Region wegen neuer strenger Bau- und Hygienevorschriften aufgegeben.

Neue Wege für junge Metzger

Cordon bleu mit Kürbiskernpanade ist auch eine der Neuerungen.

Doch mittlerweile fordert ein größer werdender Teil der Kundschaft Qualität und Regionalität gerade auch bei Fleisch- und Wurstwaren. So kommen auch wieder kleinere Betriebe zum Zug: Mit Catering, Mittagsimbiss, Direktvermarktung und Wochenmarktgeschäft, Lohnschlachten und Konzentration auf Qualität in der Produktion ergibt sich die Chance, nicht neben der industriellen Produktion unterzugehen. Der Filmautor zeigt Beispiele, wie das Metzgerhandwerk heute noch als Handwerk im Rottal ausgeübt wird, von traditionell bis innovativ.


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