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Unter unserem Himmel Der Forstenrieder Park - Vom Winter zum Sommer

Der Forstenrieder Park diente Jahrhunderte lang dem exklusiven Jagdvergnügen der bayerischen Herzöge und Könige. 1918, wenige Tage vor der Revolution in Bayern, erlegte König Ludwig III. dort den letzten Königshirsch. Im Lauf der Zeit wurde die Jagdlandschaft der Wittelsbacher zum Münchner Naherholungsgebiet.

Stand: 17.12.2018 | Archiv

Ein Film in zwei Teilen von Martin Weinhart

Der riesige Park am Rande der Großstadt war oftmals von Zerschneidung und Zerstörung bedroht: Umgehungsautobahnen, Großflughäfen, Gewerbe- und Wohngebiete waren hier geplant und manche dieser Pläne sind bis heute nicht vom Tisch.

Es ist dem Engagement von Vereinen, Bürgern und Naturfreunden zu verdanken, dass es diesen großen Park im Süden von München bis heute gibt. Der Film zeichnet das Bemühen um die Erhaltung dieser Waldlandschaft nach und zeigt deren vielfältige Nutzung vom Winter bis in den Sommer.

Berufsjäger im Erholungsgebiet

Alexander Mania ist seit über 40 Jahren Berufsjäger im Wildpark. Seine Aufgabe besteht darin, das scheue Rot- und Schwarzwild für die Besucher sichtbar zu machen. Andererseits muss er für den behördlich vorgegebenen Abschuss sorgen, was keine leichte Aufgabe in einem stark frequentierten Erholungsgebiet darstellt.

Pflege und Sorge um Artenvielfalt

Ganz andere Aufgaben hat der Revierförster des Parks, Andreas Wallner. Er hat hauptsächlich mit der Bekämpfung des Borkenkäfers zu tun, der die anfälligen Fichtenbestände der Münchner Schotterebene gefährdet. Darüber hinaus gilt sein besonderes Augenmerk vom Aussterben bedrohten Amphibien und dem seltenen Schwarzspecht, denen im Park optimale Lebensbedingungen geboten werden. Für die Weiterentwicklung der Landschaft im Forstenrieder Park hin zu laubholzreichen Mischwäldern ist Wilhelm Seerieder als Chef der Münchner Forstbetriebe verantwortlich. Er führt uns durch den Eichelgarten, eine ehemaligen Hutelandschaft für Schweine und Rinder.

Kleine Schätze mit langer Geschichte

Jaques Volland engagiert sich im Verein Freunde des Forstenrieder Parks. Der studierte Forstwissenschaftler und Historiker zeigt uns Stellen, an denen die Geschichte des Münchner Hirschjagdparks deutlich wird: alte Eichenalleen, Jagdsterne und die Diensthütte aus dem 19. Jahrhundert. Dieser von außen unscheinbare Zweckbau entpuppt kleine Schätze in seinen Innenräumen: Außergewöhnliche historische Wandmalereien, die jagdliche Szenen darstellen.


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