BR Fernsehen - Traumhäuser


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Traumhäuser - 6. Staffel Ein Haus mit Vergangenheit

Für Menschen kann ein Gebäude ein wichtiger Gesprächspartner sein, schließlich haben Haus und Bewohner meist viel zusammen erlebt - die Jugendzeit, das erste Verliebtsein. Ein Bauprojekt, bei dem es auch um die Balance zwischen Gestern und Heute, zwischen Vergangenheit und Zukunft geht.

Stand: 20.01.2020 | Archiv

Für Menschen kann ein Gebäude ein wichtiger Gesprächspartner sein. Michaela Fiedler hat ihr Elternhaus in Gerbrunn, einem Vorort von Würzburg, geerbt und führt zusammen mit ihrem Mann Alexander eine ausführliche "Konversation" mit dem dreißig Jahre alten Haus.

Sie haben Erinnerungen an ihre Jugendzeiten, an ihre ersten Liebesjahre, die sie zusammen hier verbracht haben. Immer wieder drängt das Haus sich so in ihr heutiges Leben hinein und spricht sie an.

Die richtige Balance zwischen Gestern und Heute

Sie stellen sich der Auseinandersetzung seit 2018 und unternehmen eine aufwändige Sanierung des schon vorher mehrfach umgebauten Gebäudes. Immer wieder geht es um die eigene Vergangenheit und den richtigen Umgang mit dem Bestand. Denn sie wollen zwar das Haus für sich nutzen, es aber dennoch nicht völlig umkrempeln. Es geht um Balance zwischen Gestern und Heute. Zwischen der eigenen Zukunft und dem Familienerbe.

Eine Frage der Ästhetik

Architekt Claus Arnold hat die Bauherren zwei Jahre lang mitgenommen bei der Sanierung, für die sie sich ungemein engagieren. Den beiden Friseuren ist Design wichtig. Sie praktizieren es jeden Tag auf dem Kopf ihrer Kunden und wollen ein Zuhause aus einem ästhetischen Guss.
Eine große Herausforderung, denn der alte Bestand und viele Erinnerungen stemmen sich mächtig dagegen. Der Dialog währt ganz intensiv eineinhalb Jahre lang.

Aus dem Laminatboden wird ein Gussasphaltboden, Wände werden eingerissen, ein Treppengehäuse entworfen und aufwändig realisiert. Die Sache läuft so gut, dass zwischen Architekt und Bauherren eine Freundschaft entsteht. Auf dem Boden der Vergangenheit.

Buch und Regie: Michael Appel. Redaktion: Sabine Reeh


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