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Zwölfuhrläuten Konnersreuth in der Oberpfalz

Konnersreuth, im oberpfälzischen Stiftsland nahe der tschechischen Grenze gelegen, gehörte zur recht umfangreichen Grundherrschaft des Zisterzienserklosters Waldsassen. 1468 erhielt Konnersreuth das Marktrecht. Die heutige Gemeinde hat fast 2.000 Einwohner.

Von: Regina Fanderl

Stand: 24.07.2016 | Archiv

So klein das Dorf im 18. Jahrhundert auch gewesen sein mag: die Pfarrkirche St. Laurentius, 1782 geweiht, ist, wie der Kunsthistoriker Hugo Schnell einmal schrieb, "ein schönes Beispiel des ausklingenden malerischen Rokoko, das in der armen Oberpfalz auch mit sparsamen Mitteln einen traulichen Charakter erreichte".

Resl von Konnersreuth

St. Laurentius ist ein behäbiger Saalbau mit Satteldach und angebauter Sakristei. Den gedrungenen Turm krönt eine Laternenzwiebelhaube. Der Hochaltar zeigt, umrahmt von vier Säulen und Pilastern, unten das Martyrium auf dem glühenden Rost und oben die Verherrlichung des Kirchenpatrons. Auch die drei neuen Deckengemälde von Josef Wittmann aus dem Jahr 1912 erzählen das Leben des heiligen Laurentius.
Der rechte Seitenaltar ist der Gottesmutter Maria geweiht, der linke wurde 1928 zu Ehren der heiligen Theresia von Lisieux errichtet - als Dank für die wunderbare Hilfe, die Therese Neumann auf ihre Fürsprache hin mehrmals erlangt hat. Die "Resl von Konnersreuth" soll die Wundmale Jesu getragen, sich jahrelang ausschließlich von der täglichen Kommunion ernährt und Visionen gehabt haben. 2005 hat Rom den offiziellen Seligsprechungsprozess eingeleitet.

Im alten Holzglockenstuhl von St. Laurentius hängt das 3-stimmige Geläut. Die mittlere, die Theresiaglocke, wurde 1949 von der Firma Otto in Bremen-Hemelingen gegossen und ist eine Spende der Resl.


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