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Zwölfuhrläuten Forchheim bei Freystadt in der Oberpfalz

Südlich von Freystadt im Landkreis Neumarkt, einen Steinwurf von der Grenze zu Mittelfranken entfernt, liegt das fast 800 Einwohner zählende Forchheim. Landschaftlich reizvoll umrahmt von Main-Donau-Kanal, Schwarzach und Röschberg, hat die verkehrsgünstige Lage zwischen Nürnberg, Neumarkt und Regensburg das im 13. Jahrhundert erstmals urkundlich erwähnte Dorf in den letzten Jahren stetig wachsen lassen.

Von: Wolfgang Näßer

Stand: 06.09.2015 | Archiv

Mittelpunkt des Ortes und des dörflichen Lebens ist die katholische Pfarrkirche St. Ägidius. 1724 wurde das barocke Kleinod geweiht, nachdem die Gemeinde über die Jahrhunderte, abhängig vom Lehnsherr, katholisch, evangelisch und sogar calvinisch war.

Beeindruckendes Hochaltarbild

Trotz der lebendigen, barocken Ausstattung wirkt die Ägidiuskirche im Inneren vergleichsweise schlicht. Der beeindruckende Hochaltar zieht jedoch die Blicke auf sich. Das große Altarbild zeigt den Kirchenpatron, dessen Fest am ersten September-Sonntag gefeiert wird. Neben den der Gottesmutter und dem Heiligen Josef gewidmeten Seitenaltären gibt es noch eine alte geschnitzte Ägidiusfigur im Langhaus.
Zahlreiche Details sind in den stuckverzierten Deckengemälden zu entdecken. Das zentrale Bild zeigt die Gläubigen aus Forchheim wie sie Maria anflehen, im Hintergrund eine historische Ansicht des Dorfes. Begleitet wird die Szene von Darstellungen verschiedener Nothelfer.

Älteste Glocke über 500 Jahre alt

Das Gotteshaus ist vor einigen Jahren komplett saniert worden. Der Zusammenhalt der Gemeindeglieder zeigte sich hier mit enormer Eigenleistung und Mitarbeit. Viele kirchliche Gruppen und Chöre sprechen für das rege Gemeindeleben, das auch durch zahlreiche Konzerte in der Ägidiuskirche bereichert wird.
Ebenfalls für klingendes Gotteslob sorgt in Forchheim bei Freystadt ein dreistimmiges Bronzegeläut, von dem die älteste, in Nürnberg gegossene Glocke stolze 557 Jahre alt ist.


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