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Zwölfuhrläuten Gerach in Oberfranken

Etwas über tausend Menschen leben heute in dem Dorf im Laimbachtal, ungefähr zehn Kilometer nordwestlich von Bamberg.

Von: Ursula Naumann

Stand: 31.05.2002 | Archiv

Hier im "Naturpark Haßberge" kann man sich beim Wandern und Radfahren erholen und im Ortsteil Mauschendorf in einem der ältesten Gasthäuser des Landkreises einkehren.

Ortswappen erzählt Dorfgeschichte

Das Ortswappen erinnert an die Geschichte des Dorfes in Mittelalter und Neuzeit: Der rote Wellenbalken und der rote Stern im rechten Wappenschild weisen auf die Adelsfamilie derer von Rotenhan hin, der der Ort vom 15. bis zum 18. Jahrhundert gehörte. Der goldene Hahn auf schwarzem Grund im linken Wappenfeld zeigt die Farben des darauf folgenden Besitzers, des Bamberger Hochstifts; der Hahn ist das Symbol für den Patron der katholischen Kirche St. Vitus. Aber das Dorf ist viel älter als das Ortswappen verrät. Seine Anfänge gehen wahrscheinlich noch auf karolingische Zeit zurück.

Eines der ältesten Gotteshäuser Frankens

Auch das Gotteshaus ist eines der ältesten Frankens. Teile davon stammen aus dem 12. und 13. Jahrhundert. Die Kirche erhebt sich mitten im Dorf auf einem Burgsandsteinhügel. Der massige Chorturm mit seinem flachen Zeltdach und das spätromanische, gedrungene Langhaus wirken eher wie eine mittelalterliche Burg. Turm und Langhaus haben getrenntes Mauerwerk: Der doppelte Chorbogen dazwischen ist zweieinhalb Meter dick.

Vier neue Glocken für die Geracher Kirche

2001 hat die Kirche vier neue Glocken aus reiner "Glockenbronze" bekommen. Sie wurden dem Kirchenpatron und den in der Kirche dargestellten Heiligen geweiht: Die größte natürlich dem Kirchenpatron St. Vitus, die beiden mittleren der Heiligen Barbara und Maria, der Himmelskönigin, und die kleinste dem Heiligen Wendelin, dem Patron der Tiere.


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