BR Heimat

Volksmusik und Informationen

Heimatspiegel Volksmusik und Informationen

Spiegelung in einer Qwetschn | Bild: BR / Stefan Frühbeis

Zur Einstimmung auf den Tag: Mit Volksmusik aus der Region und mit Moderatoren, die in Bayern daheim sind. Volkskundliches und Brauchtum finden hier ihren Platz, doch darüber wird auch der Blick auf die Gegenwart nicht verstellt.

Denn Heimat ist das Hier und Heute. Heimat ist der Ort, wo die Menschen in vertrautem Umfeld leben und auch die eine oder andere Überraschung erleben.

Sendezeiten

Der "Heimatspiegel" wird Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag aus dem Funkhaus München gestaltet.

Am Dienstag, Donnerstag und Sonntag übernehmen dies die Kollegen aus dem Studio Franken in Nürnberg. Den Regionen entsprechend ist auch die Musik ausgewählt.

Aktuelle Themen aus Bayern, regionales Brauchtum, Wetter und Veranstaltungshinweise ergänzen das Programm.

Heimatspiegel extra

An Feiertagen senden wir einen "Heimatspiegel extra": zu hören um 8.05 Uhr auf BR Heimat.

Samstag, 1. Mai 2021

Gegrüßet seist Du, Maria, Patrona Bavariae!
Seit 100 Jahren ist die Gottesmutter „offiziell“ Schutzfrau Bayerns
von Andreas Estner

Die Mariensäule in München

Bayern steht unter dem Schutz einer Frau. Nicht irgendeiner! Bayern steht unter dem Schutz der Mutter Gottes - und zwar seit über 100 Jahren und das hochoffiziell. Auf die Bitte von König Ludwig III. hat Papst Benedikt XV. mitten in den Wirren des Ersten Weltkriegs die Gottesmutter zur Patronin Bayerns ernannt und sogar ein eigenes Fest mit besonderem Ritus erlaubt.

Zunächst war der 14. Mai der Festtag der „Patrona Bavariae“, der Schutzfrau Bayerns. Später wurde er dann auf den 1. Mai verlegt. Die große Liebe der Wittelsbacher und des bayerischen Volkes zu Maria begann allerdings schon viel früher. Der glühendste Verehrer war der spätere Kurfürst Maximilian. Ihm ist es zu verdanken, dass es mitten in München einen Marienplatz gibt, auf dem seit 1637 eine vergoldete Marienstatue steht. An seiner eigenen Residenz ließ Maximilian ebenfalls eine Madonna anbringen. Unter der Bronzefigur steht bis heute: „Patrona Boiariae“. Maximilian war es auch, der eine Rosenkranzpflicht einführte und verfügte, dass die Herzen der bairischen Herrscher fortan in edlen Gefäßen in der Kapelle von Altötting ruhen sollten.

Die Beziehung zur Schutzfrau Maria ist in Bayern eine Besondere. Das zeigen die unzähligen Marienwallfahrtsorte, die Wallfahrten, die Andachten, die Votivgaben, die Figuren und Bilder. Begonnen hat diese Beziehung bereits in der Anfangszeit Bayerns, das belegen die ältesten Kirchen. Der Freisinger Dom oder die Marienbasilika in Würzburg, der Augsburger und der Eichstätter Dom sind Maria geweiht.

Ein „Heimatspiegel extra“ von Andreas Estner zu einem ganz besonderen, ganz besonders bayerischen Jubiläum.

Christi Himmelfahrt, Donnerstag, 13. Mai 2021

Das ewige Leben des "Mühleisen-Franz"
Die alte Holzpuppe aus den "100 Schätzen Bayerns" ist zur Integrationsfigur geworden
von Christoph Thoma

Marktoberdorf

Im Stadtmuseum Marktoberdorf gibt es eine 240 Jahre alte Holzpuppe, die zu den "100 Schätzen Bayerns" zählt. Franz Mühleisen war 1812 Marktvorsteher der heutigen Kreisstadt des Ostallgäus. Als Fasnachtspuppe, um die sich allerlei skurrile Geschichten ranken, lebt der "Mühleisen-Franz" weiter. Zur Freude der Fasnachter gibt es die historische Figur ab sofort sogar doppelt. Heimatverein und Stadt haben den Franz aus dem Museum geholt und einen Doppelgänger anfertigen lassen, der jetzt (wieder) regelmäßig an Faschingsveranstaltungen bzw. am reichen Kulturleben der Stadt teilnimmt.

Der "Mühleisen-Franz" ist zur Integrationsfigur geworden. Dass die Figur auf "Schmuck-Eremiten" zurückgeht, auf die "lebendigen Gartenzwerge" englischer Landschaftsgärten, ist eine zusätzliche Besonderheit. Kurfürst und Fürstbischof Clemens Wenzeslaus war ja der Aufklärung nicht abgeneigt. Und so hielt er in seinem "Tempel" am Ende der Linden-Allee keinen lebenden Diener, sondern eine Puppe, die artig aufstand und sich verneigte, wenn jemand den Pavillon betrat. In diesem "Heimatspiegel extra" erzählt Christoph Thoma die Geschichte des "Mühleisen-Franz".

Bayern natürlich

Europäische Wildkatze im Bayerischen Wald | Bild: picture-alliance/dpa zur Bildergalerie Der Natur auf der Spur Tier- und Pflanzen-Geschichten aus der Heimat

Wissenswertes aus der Tier- und Pflanzenwelt hören Sie freitags um 8.10 Uhr im "Heimatspiegel" auf BR Heimat. Nächstes Mal geht's die Wildkatze. [mehr]

Für Sie am Mikrofon

Moderatorin Ulrike Zöller | Bild: BR/Markus Konvalin zur Bildergalerie Bildergalerie Unsere Heimatspiegel-Moderatoren

Hier können Sie sich anschauen, wer Sie täglich von 6.00 bis 9.00 Uhr auf BR Heimat in den Tag begleitet. Unsere Heimatspiegel-Moderatoren! [mehr]

Bilder

Jüdisches Leben in Bayern: Steyerisches Rasplwerk | Bild: Jüdisches Museum Hohenems zur Bildergalerie Zither, Kippa, Trachtengwand Jüdisches Leben im Alpenland

Das "Steyrische Rasplwerk" ist eine Liedersammlung des jüdischen Industriellensohnes Konrad Mautner und die Grundlage für die Arbeit vom Kiem Pauli, der in Bayern Volkslieder sammelte. Trachten gab's beim "Wallach" und viele Bergsteiger-Pioniere waren ebenfalls Juden. Bis ihnen der Zugang zu den Hütten verwehrt wurde. Ulrike Zöller begibt sich auf jüdisch-alpine Spurensuche. [mehr]


Denkmal für König Max I. Joseph in Rottach-Egern | Bild: BR/Kaufmanngrafik zur Bildergalerie Das königliche Tal Auf den Spuren der Wittelsbacher am Tegernsee

Als 1803 das Kloster Tegernsee aufgelöst wurde, fiel auch das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum weg. 1817 erwarb König Max I. Joseph die Gebäude. Damit kam wieder Leben ins Tal. Der Wittelsbacher und seine Familie sind dem Tegernsee bis heute verbunden. [mehr]


Fischbachauer Sängerinnen | Bild: Martin Prochazka zur Bildergalerie Blick ins Fotoalbum 70 Jahre Fischbachauer Sängerinnen

1947 standen drei junge Dirndl aus dem Leitzachtal im Miesbacher Oberland das erste Mal öffentlich auf der Bühne: die Fischbachauer Dirndl. Seitdem haben die Fischbachauer Sängerinnen mit vielen eigenen Liedern und mit ihrer dreistimmigen Singpraxis die alpenländische Volksmusik entscheidend mitgeprägt. [mehr]


Auer Dult unter der Maria Hilf Kirche | Bild: BR/Stefan Frühbeis zur Bildergalerie Auer Dult Neuheiten, altes Graffl und viel mehr

Eigentlich wäre jetzt Zeit für die Auer Dult an der Mariahilfkirche in München. Aber wegen Corona findet die Dult nicht statt. Wir nehmen Sie zumindest akustisch mit auf den Marktplatz, wo es alles gibt, was das Herz begehrt: Geschirr, Bürsten, Lederhosen, Riesenrad, Schiffschaukel und gebrannte Mandeln. Aber sehen Sie selbst ... [mehr]