BR Heimat

Volksmusik und Informationen

Heimatspiegel Volksmusik und Informationen

Spiegelung in einer Qwetschn | Bild: BR / Stefan Frühbeis

Zur Einstimmung auf den Tag: Mit Volksmusik aus der Region und mit Moderatoren, die in Bayern daheim sind. Volkskundliches und Brauchtum finden hier ihren Platz, doch darüber wird auch der Blick auf die Gegenwart nicht verstellt.

Denn Heimat ist das Hier und Heute. Heimat ist der Ort, wo die Menschen in vertrautem Umfeld leben und auch die eine oder andere Überraschung erleben.

Sendezeiten

Der "Heimatspiegel" wird Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag aus dem Funkhaus München gestaltet.

Am Dienstag, Donnerstag und Sonntag übernehmen dies die Kollegen aus dem Studio Franken in Nürnberg. Den Regionen entsprechend ist auch die Musik ausgewählt.

Aktuelle Themen aus Bayern, regionales Brauchtum, Wetter und Veranstaltungshinweise ergänzen das Programm.

Heimatspiegel extra

An Feiertagen senden wir einen "Heimatspiegel extra": zu hören um 8.05 Uhr auf BR Heimat.

Karfreitag, 2. April

„O Jesu mein, welch große Pein …“
Die Leidensgeschichte Christi im Wandel der Zeiten

von Ulrike Zöller

Passionsspiele zeigen das Leiden Jesu

Das Leiden und Sterben des Jesus von Nazareth, seine Passion, ist ein zentrales Thema in christlichen Darstellungen. Die Darstellung der Leidensgeschichte als Drama, als Schauspiel, ist seit dem Mittelalter in ganz Europa bekannt und verbreitet. Karfreitagsspiele, Mysterienspiele oder Passionsspiele konnten sich über mehrere Tage hinziehen. Erst die Aufklärung beendete die Tradition vieler Passionsspiele, die sich zum Teil über Jahrhunderte erhalten hatten. In Bayern verboten Kurfürst Karl Theodor und König Max Joseph I. sämtliche Passionsaufführungen bis auf die Spiele in Waal und Oberammergau.

In Karfreitagsprozessionen werden oft lebensgroße Figuren auf einem Rundweg getragen, die den Leidensweg Christi darstellen. Die älteste in Deutschland noch gepflegte Prozession dieser Art führt jeden Karfreitag durch die Straßen der unterfränkischen Stadt Lohr am Main.

In unserer Volksmusik nehmen Passionslieder eine wichtige Stellung im Jahreskreis ein und sind ein unverzichtbarer Bestandteil unserer kulturellen Identität. Volksmusikalische Passionssingen, von der Vielzahl der im Kalender vorangegangenen Adventsingen lange Zeit in den Hintergrund gedrängt, erfreuen sich inzwischen eines wachsenden Interesses.

Ein "Heimatspiegel extra" von Ulrike Zöller über den Umgang mit der Passion Jesu Christi im Wandel der Zeiten.

Ostersonntag, 4. April

Genug geratscht
Über Oster- und andere Glocken

von Regina Fanderl

Am Ostersonntag kommen die Glocken aus Rom zurück

Am Gründonnerstag, so heißt es, läuten die Kirchenglocken beim Gloria der Heiligen Messe zum letzten Mal und fliegen dann, nach dem Gloria bei der Abendmahlsfeier am Gründonnerstag, nach Rom. Dort holen sie sich, so der Volksmund, den päpstlichen Segen und die Osterbotschaft ab und fliegen in der Osternacht wieder zurück. Währenddessen tun ersatzweise die hölzernen Ratschen ihren Dienst.

Zwei, drei Tage ohne Glocken sind kein Problem. Im Alltag werden sie manchmal gar nicht mehr wahrgenommen. Doch kämen sie gar nicht mehr zurück - es würde doch etwas fehlen. Daraus erklärt sich auch die weit um sich greifende Empörung, wenn sich Mitmenschen über das Läuten beschweren. Seit der Osternacht läuten die Glocken wieder - in aller Feierlichkeit des Osterfestes. In gewisser Weise durchlebt eine Glocke auch selber "Ostern": Die Glockenform wird zunächst begraben im Erdboden, ehe sie dann, gefüllt mit Erz, "aufersteht" und gen Himmel gezogen hoch oben im Turm zum Leben erweckt wird.

Im "Heimatspiegel extra" unternimmt Regina Fanderl gemeinsam mit dem Glockenexperten Pfarrer Michael Mannhardt einen volksmusikalisch-feierlich umrahmten Osterausflug in die Welt der Glocken.

Ostermontag, 5. April

Dem Valentin sei Freindd
Der Greiner Wiggerl – ein Meister Münchner Humors
von Arthur Dittlmann       

Ludwig "Wiggerl" Greiner war ein Meister des Münchner Humors

Er war einer, der sich im Hintergrund gehalten hat, aber er war immer mittendrinn. Er war ein guter Freund von Karl Valentin, hat für ihn Bühnenplakate gezeichnet, Kulissen gebaut, hat mit ihm am Stammtisch Ideen ausgeheckt und hat ihm überhaupt den Weg als Komiker gewiesen.

Ludwig „Wiggerl“ Greiner, der Münchner Bühnenbildner, Zeichner, Gastwirt und „Erfinder“ Karl Valentins, lebte von 1882 bis 1954, er war ein Münchner durch und durch - und ein großer Freund der Münchner Volkssängerszene. Greiner war zwei Jahre älter als Valentin und war – wie sein „Schbezl“ – ein Mann von überbordender Kreativität: Er hat musiziert, gezeichnet, gemalt – aber nie eine Ausbildung in dieser Richtung gemacht… ein Naturtalent, sozusagen. Arthur Dittlmann portraitiert für diesen "Heimatspiegel extra" dieses Münchner „Gwachs“.

Bayern natürlich

Europäische Wildkatze im Bayerischen Wald | Bild: picture-alliance/dpa zur Bildergalerie Der Natur auf der Spur Tier- und Pflanzen-Geschichten aus der Heimat

Wissenswertes aus der Tier- und Pflanzenwelt hören Sie freitags um 8.10 Uhr im "Heimatspiegel" auf BR Heimat. Nächstes Mal geht's die Wildkatze. [mehr]

Für Sie am Mikrofon

Moderatorin Ulrike Zöller | Bild: BR/Markus Konvalin zur Bildergalerie Bildergalerie Unsere Heimatspiegel-Moderatoren

Hier können Sie sich anschauen, wer Sie täglich von 6.00 bis 9.00 Uhr auf BR Heimat in den Tag begleitet. Unsere Heimatspiegel-Moderatoren! [mehr]

Bilder

Denkmal für König Max I. Joseph in Rottach-Egern | Bild: BR/Kaufmanngrafik zur Bildergalerie Das königliche Tal Auf den Spuren der Wittelsbacher am Tegernsee

Als 1803 das Kloster Tegernsee aufgelöst wurde, fiel auch das kulturelle und wirtschaftliche Zentrum weg. 1817 erwarb König Max I. Joseph die Gebäude. Damit kam wieder Leben ins Tal. Der Wittelsbacher und seine Familie sind dem Tegernsee bis heute verbunden. [mehr]


Fischbachauer Sängerinnen | Bild: Martin Prochazka zur Bildergalerie Blick ins Fotoalbum 70 Jahre Fischbachauer Sängerinnen

1947 standen drei junge Dirndl aus dem Leitzachtal im Miesbacher Oberland das erste Mal öffentlich auf der Bühne: die Fischbachauer Dirndl. Seitdem haben die Fischbachauer Sängerinnen mit vielen eigenen Liedern und mit ihrer dreistimmigen Singpraxis die alpenländische Volksmusik entscheidend mitgeprägt. [mehr]


Auer Dult unter der Maria Hilf Kirche | Bild: BR/Stefan Frühbeis zur Bildergalerie Auer Dult Neuheiten, altes Graffl und viel mehr

Eigentlich wäre jetzt Zeit für die Auer Dult an der Mariahilfkirche in München. Aber wegen Corona findet die Dult nicht statt. Wir nehmen Sie zumindest akustisch mit auf den Marktplatz, wo es alles gibt, was das Herz begehrt: Geschirr, Bürsten, Lederhosen, Riesenrad, Schiffschaukel und gebrannte Mandeln. Aber sehen Sie selbst ... [mehr]



Ledergürtel | Bild: Michael Kilger zur Bildergalerie Der junge Bayerwäldler Michael Kilger ... und seine handgemachten Ledergürtel

Ein Gürtel hilft, damit die Hose nicht rutscht. Oder damit man gut aussieht. Michael Kilger aus Viechtach im Bayerischen Wald stellt Ledergürtel nach Maß her und verspricht, dass sie ein Leben lang halten. Werfen Sie einen Blick in seine Werkstatt. [mehr]