BR Heimat

Volksmusik und Informationen

Heimatspiegel Volksmusik und Informationen

Spiegelung in einer Qwetschn | Bild: BR / Stefan Frühbeis

Zur Einstimmung auf den Tag: Mit Volksmusik aus der Region und mit Moderatoren, die in Bayern daheim sind. Volkskundliches und Brauchtum finden hier ihren Platz, doch darüber wird auch der Blick auf die Gegenwart nicht verstellt.

Denn Heimat ist das Hier und Heute. Heimat ist der Ort, wo die Menschen in vertrautem Umfeld leben und auch die eine oder andere Überraschung erleben.

Sendezeiten

Der "Heimatspiegel" wird Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag aus dem Funkhaus München gestaltet.

Am Dienstag, Donnerstag und Sonntag übernehmen dies die Kollegen aus dem Studio Franken in Nürnberg. Den Regionen entsprechend ist auch die Musik ausgewählt.

Aktuelle Themen aus Bayern, regionales Brauchtum, Wetter und Veranstaltungshinweise ergänzen das Programm.

Heimatspiegel extra

An Feiertagen senden wir einen "Heimatspiegel extra": zu hören um 8.05 Uhr auf BR Heimat.

Adventskalender

Im "Heimatspiegel" gibt's heuer einen Adventskalender. Jeden Tag um 7.50 Uhr öffnet sich ein Türchen.

Kapelle im Schnee | Bild: picture-alliance/dpa zur Übersicht Adventskalender Mit Katharina Ruf durch den Advent

Beim BR Heimat-Adventskalender öffnet sich jeden Tag um 7.50 Uhr ein Türchen. Dahinter hören Sie Gedichte zum Advent von Katharina Ruf. Beim „Bayerischen Landesverein für Heimatpflege“ gibt es den Kalender auch gedruckt mit beiliegender CD. [mehr]

Weihnachtsprogramm

1. Weihnachtsfeiertag, Dienstag, 25. Dezember

200 Jahre Lied-Geschichte
„Stille Nacht, Heilige Nacht“ - von 1818 bis heute
von Andreas Estner

In der Christmette des Jahres 1818 erklang "Stille Nacht" zum ersten Mal, in der St.-Nikolaus-Kirche von Oberndorf.

Nasse Schneeflocken wirbeln um das Grabkreuz vor der Pfarrkirche von Hallein. Eine Kerze kämpft mit dem Schnee und leuchtet schwach auf die Buchstaben im Kupferblech: Franz Xaver Gruber (1787-1863) Stadtchorregent. Ein bescheidenes Grab für den Komponisten der berühmtesten Weihnachtsmusik der Welt - könnte man denken. Doch die Stadt Hallein bei Salzburg hat längst erkannt, dass sie ihrem Chorregenten weltweite Bekanntheit verdankt. In seinem ehemaligen Wohnhaus, am "Gruperplatz 1", direkt gegenüber der Stadtpfarrkirche, hat sie ihm ein eigenes "Stille-Nacht-Museum" gewidmet mit vielen Originalstücken aus dem Leben von Franz Xaver Gruber. Handgeschriebene Noten sind da zu sehen, Gitarre, Klavier und Möbelstücke, zusammengestellt als biedermeierliche Wohnung der k.-&-k.-Zeit. Das Interesse an diesem kleinen feinen Museum ist groß: Aus Brasilien, China, Indien, Amerika und selbstverständlich auch aus Bayern kommen die Besucher und wollen dem Erschaffer eines Weihnachtsgefühls nachspüren. Kein Wunder: "Stille Nacht" wurde in mehr als 300 Sprachen und Dialekte übersetzt und gilt weltweit als "das Weihnachtslied" schlechthin.

Eigenartigerweise ist es wohl dem preußischen König Friedrich Wilhelm IV. zu verdanken, dass der Komponist nicht in Vergessenheit geraten ist, denn Franz Xaver Gruber war über die Grenzen Salzburgs hinaus kaum bekannt. Und so munkelte man, dass das Lied wohl eine Komposition von Michael Haydn sei. Erst die preußische Hofkapelle wandte sich 1854 an das Stift Sankt Peter in Salzburg mit der Bitte um eine Abschrift des Liedes, dabei stieß man zufällig auf den Komponisten, der noch lebte und wurde auch auf den Erschaffer des weltberühmten Textes aufmerksam: Joseph Mohr, ein Pfarrer aus Salzburg. Dessen Lebenslauf ist kurvenreich und spannend, wurde er doch von der Kirche mehrmals gescholten, wegen "Gasthausbesuchen", dem "Singen unerbaulicher Lieder" und weil er "mit Personen des anderen Geschlechts scherzte". Dieser Lebensweg hat ihn auch auf Dienststellen in Bayern geführt. Fast wäre der Text von "Stille Nacht!" somit ein bayerischer geworden: Kurz bevor Mohr ihn 1816/17 verfasste, war er Aushilfspfarrer in der Ramsau bei Berchtesgaden. Doch es kam anders: Im österreichischen Oberndorf, einen Steinwurf über die Salzach vom oberbayerischen Laufen entfernt, lernte Joseph Mohr den Franz Xaver Gruber kennen und schuf mit ihm gemeinsam das Lied der Lieder. In der Christmette des Jahres 1818 erklang "Stille Nacht" zum ersten Mal, in der St.-Nikolaus-Kirche von Oberndorf.

"Stille Nacht, heilige Nacht " - vom kleinen Werk zum Weihnachtslied für die ganze Welt. Ein feiertäglicher Heimatspiegel extra von Andreas Estner.

2. Weihnachtsfeiertag, Mittwoch, 26. Dezember

Rossknecht und Rotwein
Bayerisches Brauchtum zum Stephani-Tag
von Stefan Frühbeis

Stephani-Ritt

Namenstage sind - im Altbayerischen zumindest - weit wichtiger als Geburtstage. Das Namensfest des Heiligen Stephanus am zweiten Weihnachtsfeiertag droht allerdings manchmal im Glanz des Hochfestes der Geburt Jesu zu verblassen -  sehr zum Bedauern der Kinder, die ihren Namenstag natürlich „gscheit“ begangen wissen wollen. Da tut es gut, wenn am Dorf eine Kirche dem Diakon geweiht ist. Das Patrozinium am „Steffe-Tag“ ist ein gutes „Vergiss-mein-nicht“ für die Verwandtschaft und Bekanntschaft. Die katholische Kirche setzte das Namens-Fest des Stephanus bewusst in unmittelbare Nähe zum Weihnachtsfest. Noch vor Leonhard galt Stephanus als zuständig für das Wohlergehen von Pferden, die in seinem Namen gesegnet wurden. Rossknechte und Kutscher wechselten nicht an Mariä Lichtmess, sondern an Stephani ihren Arbeitsplatz. Stefan Frühbeis erinnert an Brauchtum zum Stephani-Tag.

Bayern natürlich

Mistel | Bild: picture-alliance/dpa zur Bildergalerie Der Natur auf der Spur Tier- und Pflanzen-Geschichten aus der Heimat

Wissenswertes aus der Tier- und Pflanzenwelt hören Sie freitags um 8.10 Uhr im "Heimatspiegel" auf BR Heimat. Nächstes Mal geht's um Misteln. [mehr]

Obacht Bairisch, Gerald Huber, Stad halten | Bild: Bayern 2 zum Video Obacht Bairisch! Stad halten! Genießen!

Immer geht's rund, halt nie stad, wie wir Baiern sagen. Das bairische stad kann - genauso wie das schriftdeutsche still - zweierlei bedeuten: still sein und still stehen. Wobei stad ein ganz anderes Wort ist als still. [mehr]


Obacht Bairisch!: Geschenke gehören halt dazu  | Bild: Bayern 2 zum Video Obacht Bairisch! Geschenke gehören halt dazu

Das Schenken gehört dazu, seit es Menschen gibt. Konsumterror? Wohl kaum! Kleine Geschenke erhalten die Freundschaft. Manchmal ist Schenken eben wichtiger als Beten! [mehr]

Für Sie am Mikrofon

Moderatorin Ulrike Zöller | Bild: BR/Markus Konvalin zur Bildergalerie Bildergalerie Unsere Heimatspiegel-Moderatoren

Hier können Sie sich anschauen, wer Sie täglich von 6.00 bis 9.00 Uhr auf BR Heimat in den Tag begleitet. Unsere Heimatspiegel-Moderatoren! [mehr]

Bilder

Fischbachauer Sängerinnen | Bild: Martin Prochazka zur Bildergalerie Blick ins Fotoalbum 70 Jahre Fischbachauer Sängerinnen

1947 standen drei junge Dirndl aus dem Leitzachtal im Miesbacher Oberland das erste Mal öffentlich auf der Bühne: die Fischbachauer Dirndl. Seitdem haben die Fischbachauer Sängerinnen mit vielen eigenen Liedern und mit ihrer dreistimmigen Singpraxis die alpenländische Volksmusik entscheidend mitgeprägt. [mehr]


Auer Dult unter der Maria Hilf Kirche | Bild: BR/Stefan Frühbeis zur Bildergalerie Auer Dult Neuheiten, altes Graffl und viel mehr

Dreimal im Jahr findet die Auer Dult an der Mariahilfkirche in München statt. Dort gibt's alles, was das Herz begehrt: Geschirr, Bürsten, Lederhosen, Riesenrad, Schiffschaukel und gebrannte Mandeln. Aber sehen Sie selbst ... [mehr]


Andreas Pahler mit Holzstamm | Bild: BR/Stefan Frühbeis zur Bildergalerie Volksmusik von A(horn) bis Z(arge) Das Holz, aus dem die Noten sind

„Tonholz“ braucht bestimmte Eigenschaften. Jeder Instumentenbauer und jeder Kulturkreis setzt auf spezielle Hölzer. Als Deckenholz für Streichinstrumente kommt häufig Fichte oder Tanne zum Einsatz, Boden und Hals sind aus Ahorn, Griffbretter aus hoch beanspruchbarem Ebenholz. [mehr]


Ledergürtel | Bild: Michael Kilger zur Bildergalerie Der junge Bayerwäldler Michael Kilger ... und seine handgemachten Ledergürtel

Ein Gürtel hilft, damit die Hose nicht rutscht. Oder damit man gut aussieht. Michael Kilger aus Viechtach im Bayerischen Wald stellt Ledergürtel nach Maß her und verspricht, dass sie ein Leben lang halten. Werfen Sie einen Blick in seine Werkstatt. [mehr]


Franz Bumeder | Bild: BR zur Bildergalerie Bumeders Buchtipps Die bayerische Sommerbücherschau - die Titel

Noch eine Woche bis zum Heilig Abend – und wie in jedem Jahr gibt es sicher einige unter unseren Hörerinnen und Hörern, die noch auf der Suche nach passenden Weihnachtsgeschenken sind. Vielleicht helfen dabei ja die Buchtipps von Franz Bumeder. Der hat sich umgeschaut, was es auf dem bayerischen Büchermarkt an interessanten Neuerscheinungen gibt. Diese Neuerscheinungen beschäftigen sich diesmal vorwiegend mit der Vergangenheit. [mehr]