BR Heimat

Volksmusik und Informationen

Heimatspiegel Volksmusik und Informationen

Spiegelung in einer Qwetschn | Bild: BR / Stefan Frühbeis

Zur Einstimmung auf den Tag: Mit Volksmusik aus der Region und mit Moderatoren, die in Bayern daheim sind. Volkskundliches und Brauchtum finden hier ihren Platz, doch darüber wird auch der Blick auf die Gegenwart nicht verstellt.

Denn Heimat ist das Hier und Heute. Heimat ist der Ort, wo die Menschen in vertrautem Umfeld leben und auch die eine oder andere Überraschung erleben.

Sendezeiten

Der "Heimatspiegel" wird Montag, Mittwoch, Freitag und Samstag aus dem Funkhaus München gestaltet.

Am Dienstag, Donnerstag und Sonntag übernehmen dies die Kollegen aus dem Studio Franken in Nürnberg. Den Regionen entsprechend ist auch die Musik ausgewählt.

Aktuelle Themen aus Bayern, regionales Brauchtum, Wetter und Veranstaltungshinweise ergänzen das Programm.

Heimatspiegel extra

An Feiertagen senden wir einen "Heimatspiegel extra": zu hören um 8.05 Uhr auf BR Heimat.

Fronleichnam, 11. Juni 2020:

Von Kronen und Gipfeln
Das Vermächtnis der Wittelsbacher im Tegernseer Tal
von Petra Martin

Herzog Max in Bayern ist der Vater von Kaiserin Elisabeth (Sisi), aber im Tegernseer Tal ist er als "Zithermaxl" bekannt.

Das Tegernseer Bräustüberl ist weit bekannt und ein beliebtes Ausflugsziel. Der See ist nah, das Bier ist süffig, die Sonne wärmt. Was die Touristen und Ausflügler dabei wohl nicht so auf dem Schirm haben: Bis 1803 war das ein Teil des Tegernseer Klosters. Heute, über 200 Jahre später, steht nur noch etwa die Hälfte des einst so gewaltigen und prächtigen Barockbaus. Mit der Auflösung des Klosters wurden viele Gebäudeteile abgerissen. Erhalten blieben zum Beispiel das Gymnasium, die Klosterkirche und eben die Brauerei samt Bräustüberl. Die ist heute im Besitz des Hauses Wittelsbach. Denn kein geringerer als der erste bayerische König, Max I. Joseph, kam 1817 an den Tegernsee und hat das ehemalige Kloster gekauft. Seiner Frau, Königin Karoline, hat es einfach so gut gefallen. Die Spuren und das Vermächtnis der Wittelsbacher sind bis heute im ganzen Tegernseer Tal zu sehen und zu erleben. Die königliche Familie legte den Grundstein für den Tourismus. Im Gefolge des Hofes kamen Künstler und Literaten an den Tegernsee. Außerdem förderten die Herzöge die Tracht und die Volksmusik. Herzog Maximilian in Bayern, der Vater von Sisi, war ein leidenschaftlicher Zitherspieler. Er machte das Instrument salonfähig, trat mit seinem Zitherlehrer als Duo auf, komponierte eigene Stücke und sammelte oberbayerische Volkslieder. Herzog Ludwig Wilhelm in Bayern und sein Neffe Herzog Albrecht von Bayern ermöglichten es dem Musikanten Kiem Pauli, sein Leben dem Sammeln alpenländischer Lieder zu widmen. Dafür dankt er den beiden Herzögen im Vorwort seiner „Sammlung Oberbayerischer Volkslieder“, die 1934 erschien.

Die Spuren der Wittelsbacher im Tegernseer Tal sind bis heute sichtbar. Nicht nur im bekannten Bräustüberl. Das Schloss Tegernsee ist noch immer im Familienbesitz der Herzöge, ebenso Wildbad Kreuth. Bei einem Spaziergang im Tegernseer Tal können Besucher und Einheimische noch heute auf die Verbundenheit zwischen Tal und Wittelsbachern stoßen - sei es in Straßennamen oder Denkmälern. König Max I. Joseph war der Initiator und ihm sind gleich drei Büsten gewidmet: in Tegernsee, in Rottach-Egern und in Wildbad Kreuth. Petra Martin hat sich in diesem Heimatspiegel Extra auf Spurensuche am Tegernsee begeben.

Bayern natürlich

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