BR Heimat

Zeit für Bayern Jäger, Städte, Wildtiere ...

Schwäne im Park | Bild: BR / Andreas Höfig

heute, 23.01.2021
21:05 bis 22:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BR Heimat

Jäger im Visier
Schützenhilfe für den Waldumbau
Von Tanja Oppelt

Wildtiere in der Stadt - geliebt, gefürchtet, gejagt
Von Andreas Höfig

Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Jäger im Visier
Schützenhilfe für den Waldumbau
Von Tanja Oppelt
Stürme, Hitze, Trockenheit und der Borkenkäfer - dem bayerischen Wald geht es schlecht. Er muss umgebaut und wieder aufgeforstet werden. Doch junge Triebe sind besonders anfällig für Wildschäden. Nach Angaben des Bundeslandwirtschaftsministeriums weisen ein Drittel der jungen Bäume in Deutschland Verbiss-Schäden auf.
Nun sollen Jäger mehr in die Pflicht genommen werden: Im Bundestag steht demnächst ein Gesetz zur Abstimmung, nach dem Jäger beim Rehwild eine Mindestabschussquote erfüllen sollen - je nachdem, wie beschädigt der Wald in ihrem Revier bereits ist. Doch die Jäger wehren sich: Sie wollen nicht Erfüllungsgehilfen für die Forstwirtschaft sein.
Dieses Feature möchte klären: Was ist das Selbstverständnis eines Jägers? Warum halten viele Jäger und Jägerinnen die geplante Änderung am Jagdgesetz für den falschen Weg? Und was erwarten wir als Gesellschaft eigentlich von der Jagdzunft?
Das neue geplante Jagdgesetz droht außerdem einen Keil zwischen Natur- und Tierschützer zu treiben. Und das, obwohl doch alle das Gleiche wollen: die Erhaltung des einzigartigen Lebensraumes Wald.

Wildtiere in der Stadt - geliebt, gefürchtet, gejagt
Von Andreas Höfig

In München leben schätzungsweise 3.000 Füchse. Das ist eine erstaunliche Zahl, denn Begegnungen mit diesen Tieren sind selten. Doch was lockt sie in die laute und hektische Innenstadt? Es ist wie immer das Nahrungsangebot, denn auch Mäuse und Ratten finden hier ausreichend Futter. Also ziehen Fuchs und Marder hinterher.
Die Stadtjäger wissen, dass jedes leere Gebäude in kürzester Zeit von tierischen Bewohnern bezogen wird. "Im Wesentlichen sieht die Stadt für ein Tier aus, wie ein großer Hügel, bloß ohne Grasdecke", sagt ein Jäger. In einem Bürohaus hat sich ein Marder bis in den 5. Stock durch die Außenverkleidung nach oben gearbeitet und jagt auf dem Flachdach nach Krähen und kleineren Vögeln. Wahrscheinlich hat ihn die Neubaustelle nebenan aus seinem alten Quartier vertrieben. Ein Umzug - für den Marder kein Problem! Für die Haustechniker schon, denn Kabel, die im Weg sind, werden angenagt. Aus Ritzen, in die der Marder tote Beutetiere zerrt, fängt es entsetzlich zu stinken an. Oft ist ein monatelanges Wildmonitoring mit Kameras nötig, um den Urheber der Schäden zu ermitteln. Solche "Untermieter" können teuer werden.
Doch nicht alle Wildtiere dürfen bejagt werden. Marder, Biber und Maulwurf stehen unter Naturschutz, und mancherorts sind sie willkommen. Andreas Höfig beobachtet die tierischen Landbewohner in der Stadt.

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