Bayern 2

Zeit für Bayern Akustische Reisen durch Bayerns Regionen

Erika Groth-Schmachtenberger | Bild: Erika Groth-Schmachtenberger

Sonntag, 25.11.2012
12:05 bis 13:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Getrennte Ausstrahlung in zwei Regionen
Altbayern/Schwaben
Die Entdeckung des "Daches der Welt"
Bayerische Forscher und Entdecker zwischen Pamir und Tibet
Von Georg Bayerle
Franken
"Immer der richtige Augenblick"
Erinnerungen an die Fotojournalistin Erika Groth-Schmachtenberger
Von Eberhard Schellenberger

Altbayern/Schwaben
Die Entdeckung des "Daches der Welt"
Bayerische Forscher und Entdecker zwischen Pamir und Tibet
Von Georg Bayerle

Als der Münchner Adolf von Schlagintweit am 26. August 1857 im Reich des Großkhans im heutigen Afghanistan enthauptet wurde, war er auf dem Rückweg von einer der abenteuerlichsten Forschungsreisen seiner Epoche. Insgesamt drei Jahre lang hatten er und seine beiden Brüder das "Dach der Welt" zwischen Indien, Nepal und Tibet durchstreift und eine einzigartige Sammlung verschiedenster Forschungsergebnisse zusammengetragen. Dabei erreichten sie mit 6.785 Metern den Höhenrekord der Zeit. In der Epoche des Nilquellenforschers David Livingstone brachen auch zahlreiche bayerische Forscher in die Hochgebirge Zentralasiens auf. Viele der Zeugnisse und Berichte sowie Karten und Mitbringsel ihrer abenteuerlichen Reisen liegen im Archiv des Deutschen Alpenvereins auf der Praterinsel in München. Von hier aus spinnen sich immer neue Fäden zu bis dahin weißen Flecken auf der Weltkarte: Gottfried Merzbacher aus Baiersdorf bei Erlangen stammend, erkundete den Kaukasus und den Tienschan in Zentralasien. Der Münchner Richard Finsterwalder schließlich begleitete als Kartograph Expeditionen in den Pamir und den Himalaya. Leiter der deutsch-sowjetischen Alai-Pamir-Expedition war der aus Bremerhaven stammende Willi Rickmer Rickmers. Seine Sammlung von 5.000 Büchern überließ er dem Deutschen Alpenverein zur Gründung einer Bibliothek mit Sitz in München. Von der Öffentlichkeit wenig beachtet lagern so in München die wesentlichen Dokumente einer abenteuerlichen Entdeckergeschichte des "Daches der Welt". Von dieser Bibliothek aus zieht Georg Bayerle für sein Zeit-für-Bayern-Feature die abenteuerlichsten Lebenswege und Ereignisse nach.

Franken
Immer der richtige Augenblick
Erinnerungen an die Fotojournalistin Erika Groth-Schmachtenberger
Von Eberhard Schellenberger

Ochsenfurt im April 1945. Dumpf dröhnend fahren amerikanische Panzer über die alte Mainbrücke. Der Krieg ist zu Ende, die Besatzer nehmen fränkische Städte und Dörfer ein. In einem Haus gleich neben der Brücke fotografiert eine Frau vorsichtig, hinter dem Vorhang hervor, die einrückenden Panzer. Das ist lebensgefährlich; aber die Fotografin wartet auf den richtigen Augenblick für heute historische Fotos.

Eine Szene aus dem bewegten Leben der Fotojournalistin Erika Groth-Schmachtenberger. Sie hinterließ der Nachwelt 300.000 Negative, die heute an vierzig verschiedenen Orten in Bayern aufbewahrt werden. Geboren wurde die Fotografin 1906 in Freising, aufgewachsen ist sie in Würzburg, Amberg und Kempten. Mit 16 Jahren schenkt ihr der Vater eine Kamera, weckt die Leidenschaft des Fotografierens. 1932 eröffnete sie in Schwabing ein Fotoatelier und ist freiberufliche Bildberichterstatterin für bayerische Illustrierte. Sie fotografiert Berühmtheiten ihrer Zeit, Politiker, Sportler, Künstler, aber auch Flößer auf dem Main. Was Erika Groth-Schmachtenberger auszeichnet, ist der richtige Augenblick des Fotografierens. Kurz vor ihrem Tod 1992 gibt sie dem BR ein Interview. Eberhard Schellenberger blättert in ihrem Fotoalbum "Meine liebsten Fotos" wie in ihrem Leben.

Akustische Reisen durch Bayern Regionen

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