Bayern 2

radioWissen Paradies und Hoffnung

Zwei Hände formen ein Viereck im grauen Himmel, darin erscheint ein Regenbogen | Bild: colourbox.com

Mittwoch, 11.03.2020
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Das Paradies
Auf der Suche nach dem Guten

Hoffnung
Die stille Kraft

Das Kalenderblatt
11.3.1845
Fahnenmastkrieg zwischen Maori und Briten bricht aus
Von Martin Trauner
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Das Paradies - auf der Suche nach dem Guten
Autorin: Barbara Schenider / Regie: Kirsten Böttcher
Das Paradies ist seit Menschengedenken Wunschtraum und Sehnsuchtsort. Nahezu alle Religionen kennen die Vorstellung von einer Gegenwelt, die sich vom Leben im Hier und Jetzt unterscheidet. Im Paradies - so die Gedankenwelt des alten Mesopotamiens - existieren weder Krankheit, noch Alter. Das Alte Testament beschreibt das Paradies als umzäunten Garten, in dem Fülle, aber auch Frieden herrschen. Die Erzählungen vom Paradies zeichnen stets eine Idealvorstellung - davon, wie das Leben einmal gewesen sein könnte. Sie entwerfen aber auch das Bild einer zukünftigen Welt und verknüpfen sich mit der Hoffnung auf ein Weiterleben nach dem Tod. Das Paradies wird dabei zum Ort im Jenseits, an dem sich die Gerechten - die gottgefällig gelebt haben - versammeln.

Hoffnung - die stille Kraft
Autorin: Karin Lamsfuß / Regie: Christiana Klenz
Wenn nichts mehr geht, dann bleibt die Hoffnung. Sie stirbt bekanntlich zuletzt. Hoffnung gibt Kraft und hält am Leben. Doch die Hoffnung hat auch eine Kehrseite: dann nämlich, wenn sie träge und faul macht: "Wird schon!" spricht die Hoffnung, und übrig bleibt das Phlegma. Gerade gut zu beobachten in der Klimadebatte. Dann wird aus der stillen Kraft ein fadenscheiniger Optimismus, der wirkliche Veränderung verhindert. Doch Hoffnung ist sehr viel mehr: In ihrer tieferen Dimension geht sie weit über positives Denken und Gier nach Wunscherfüllung hinaus. "Der Hoffende lebt im Bewusstsein seines Bedrohtseins" sagt der Ethiker Giovanni Maio. Und meint: Erst wer anerkennt, wie unberechenbar das Leben ist, kann Zuversicht und Vertrauen in das Leben entwickeln. Diese Grundhaltung ermöglicht es, mit allen Unsicherheiten und Widrigkeiten umzugehen. Oft entwickeln sie vor allem die Menschen, die vom Leben gebeutelt wurden.

Moderation: Gabi Gerlach
Redaktion: Bernhard Kastner

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