Bayern 2

radioWissen Henrik Ibsen und Jack Kerouac

Jack Kerouac | Bild: picture-alliance/dpa

Dienstag, 15.10.2019
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Henrik Ibsen
Ein Leben für das Theater

Jack Kerouac
Aufstieg und Fall des Beat-Poeten

Das Kalenderblatt
15.10.1940
"Der große Diktator" wird uraufgeführt
Von Justina Schreiber
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Henrik Ibsen - Ein Leben für das Theater
Autor: Stefan Schomann / Regie: Irene Schuck
Er war der bedeutendste Dramatiker des 19. Jahrhunderts, ein Wegbereiter des modernen Theaters und des psychologischen Scharfsinns. Seine Stücke spielen sämtlich in seiner norwegischen Heimat - obwohl er die, nach schwieriger Kindheit und mühsamen literarischen Anfängen, eigentlich nie wiedersehen wollte. Tatsächlich brachte er dann fast die Hälfte seines Erwachsenenlebens im Ausland zu, darunter elf Jahre in München. Die Sendung zeichnet ein Porträt dieses widersprüchlichen, zerrissenen und höchst produktiven Schriftstellers. Wenn Norwegen sich auf der diesjährigen Frankfurter Buchmesse im großen Stil als Gastland präsentiert, so darf man Henrik Ibsen als einen der Bahnbrecher dieser Kulturnation ansehen. Er verschaffte Norwegen einen Platz in der Weltliteratur.

Jack Kerouac - Aufstieg und Fall des Beat-Poeten
Autor: Udo Zindel / Regie: Petra Herrmann
Jack Kerouac wurde 1922 als Jean-Louis Lebris de Kerouac in Lowell/Massachusetts geboren. Seine Eltern waren Franco-Kanadier, und so sprach der Junge bis zu seinem sechsten Lebensjahr nur französisch. Er wechselte mehrmals die Schule, später flog er vom College. Die Marine, für die er sich ab 1942 verpflichtete, entließ ihn 1946 wegen seiner psychischen Probleme. In der Zeit bei der Marine entstanden seine ersten lyrischen Texte, z.B. "The sea is my brother". Wenn Kerouac nicht auf See war, traf er in New York junge Intellektuelle: Allen Ginsberg, Lucien Carr, William S. Burroughs, die sein literarisches Werk entscheidend beeinflussen sollten. Kerouacs Alltag in den 1950er Jahren wurde aber zusehends auch bestimmt von Drogen, sexuellen Eskapaden und zahl- und ziellosen Reisen durch Amerika, Mexiko, Afrika und Europa geprägt. Seine Erlebnisse verarbeitete er in Romanen; sein berühmtestes Werk entstand 1951: "On the road" ("Unterwegs", 1959), das allerdings sechs Jahre auf seine Veröffentlichung warten musste. Kerouacs Sprachstil ist bis heute unverwechselbar - wild, ungezügelt, rhythmisch, eben "Beat". Als "Beat Generation" waren aber erstmal seine Freunde, allen voran Allen Ginsberg, berühmt geworden; sie setzten sich bei Verlegern dafür ein, auch Kerouac zu publizieren, da er der Beste von ihnen allen sei. Der damit einhergehende plötzliche Ruhm überforderte Kerouac; er verfiel mehr und mehr den Drogen und dem Alkohol. 1969 starb er mit erst 47 Jahren in St. Petersburg.

Moderation: Christian Schuler
Redaktion: Andrea Bräu

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