Bayern 2

radioWissen Ludwig van Beethoven

Dienstag, 26.02.2019
09:05 bis 10:00 Uhr

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BAYERN 2

Beethovens Leben
Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen

Beethovens Sonaten
Das Neue Testament der Klaviermusik

Das Kalenderblatt
26.2.1109
Edigna von Puch gestorben, Baumbewohnerin
Von Brigitte Kohn
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Beethovens Leben - Ich will dem Schicksal in den Rachen greifen
Autor: Wieland Schmid / Regie: Irene Schuck
Er war ein Eigenbrötler, ein Choleriker, er trank. Er war nicht schön und noch dazu nicht sehr gepflegt, aber die Frauenherzen flogen ihm zu. Er hatte einen ausgeprägten Gerechtigkeitssinn. Vor allem aber war er ein musikalisches Genie. Beethovens Musikalität war sicher genetisch codiert: Vater und Großvater waren Sänger im kurfürstlichen Orchester in Bonn. Der kleine Ludwig sollte aber - nach dem Willen des Vaters - mehr werden. Ein "Wunderkind“ … wie Mozart. Bereits für den Vierjährigen hieß das, nachts aus dem Schlaf gerissen und ans Klavier gezerrt zu werden. Neben den Tasten war allerdings auch die Alkohol-Fahne des Vaters prägend. Beethovens Genialität hat sich "trotzdem“ entfaltet und zwar gewaltig. Rasch wird der gebürtige Rheinländer Beethoven in einem Atemzug mit Mozart und Haydn genannt - als einer der drei großen "Wiener Klassiker“.

Beethovens Sonaten - Das Neue Testament der Klaviermusik
Autor: Johannes Roßteuscher / Regie: Frank Halbach
Beethovens Instrument war das Klavier. Für kein Instrument komponierte er so viele Werke. Seine 32 Klaviersonaten sind Prüfstein für jeden Pianisten - und zeigen beispielhaft Beethovens Weg vom Wiener Klassiker zum ersten Romantiker. Beethoven selbst galt als einer der besten Pianisten der Welt. Wenn er am Klavier improvisierte, brachen Zuhörer regelmäßig in Tränen aus - was den bärbeißigen Beethoven manchmal so ärgerte, dass er vom Flügel aufsprang und den Vortrag abbrach. "Wer kann unter so verwöhnten Kindern leben?“ Als Komponist widmete Beethoven dem Klavier den größten Teil seiner Schaffenskraft. Er komponierte neun Symphonien, 16 oder 17 Streichquartette - aber eben auch 32 Klaviersonaten, von denen mindestens 29 als hervorragende Kompositionen gelten. Der Pianist und Dirigent Hans von Bülow hat es auf den Punkt gebracht: "Das Neue Testament des Klavierspiels“.

Moderation: Kristina Thiele
Redaktion: Andrea Bräu

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