Bayern 2

radioWissen Technik und Natur

DNA-Molekül | Bild: colourbox.com

Donnerstag, 26.01.2017
09:05 bis 10:00 Uhr

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BAYERN 2

Genmanipulation
Mit neuen Werkzeugen zu gesünderen Erbanlagen?

Gedankenkraft
Wenn das Gehirn zur Fernsteuerung wird

Das Kalenderblatt
26.1.2004
Pottwal explodiert
Von Jennifer Güzel

Als Podcast verfügbar

Genmanipulation - Mit neuen Werkzeugen zu gesünderen Erbanlagen?
Autorin und Aufnahmeleitung: Daniela Remus
Im Februar 2016 sorgt eine Meldung weltweit für Furore: Die britische Aufsichtsbehörde HEFA hat, als erste weltweit, Genmanipulationen an menschlichen Embryonen erlaubt. Mit der neu entwickelten Methode CRISPR/Cas, wollen die Forscher Abschnitte des menschlichen Erbguts gezielt manipulieren, indem sie sie herausschneiden und/oder ergänzen. Dieses Vorgehen kann, sofern es gelingt, die Zukunft der menschlichen Spezies dramatisch verändern. Bei Pflanzen hat sich diese Methode, die auch Genschere genannt wird, bereits bewährt. Aber noch im Dezember des letzten Jahres hatten die Entdeckerinnen dieser neuen Technik und auch andere renommierte Genforscher davor gewarnt, damit Eingriffe in das menschliche Erbgut vorzunehmen. Allen Bedenken zum Trotz wird ein solcher Eingriff jetzt aber in absehbarer Zeit in England möglich sein. Was bedeutet das für die Forschung? Welche technischen Probleme sind damit verbunden? Wie können beispielsweise unerwünschte Mutationen vermieden werden? Und was bedeutet das für unsere Vorstellung vom Menschsein? Werden in Zukunft Forscher in den Laboren bestimmen können, welche menschliche Eigenschaften vererbt werden und welche nicht?

Gedankenkraft - Wenn das Gehirn zur Fernsteuerung wird
Autorinund Regie: Inga Pflug
Auf einer Leinwand erscheinen Pinselstriche, ohne dass ein Pinsel sie jemals berührt hat. Ein Stuhl verändert seine Position, ohne dass eine Hand ihn angefasst hat. Und ein Helikopter hebt ab, nur weil es sich jemand wünscht. Science Fiction? Zauberei? Oder schwarze Magie? Nein. Längst arbeiten Forscher daran, unsere Gedanken auszulesen. Und sie dann von einem Computer in die Tat umsetzen zu lassen. Schon heute können Gelähmte mittels sogenannter Hirn-Computer-Schnittstellen Rollstühle und Prothesen steuern. Menschen mit dem sogenannten Locked-In-Syndrom, die sich weder bewegen noch sprechen können, sind in der Lage, Bilder zu zeichnen oder zu schreiben. Und sogar die Industrie forscht daran, wie Maschinen künftig nicht mehr per Hand, sondern per Gehirn gesteuert werden können. Der Gedanke gilt als Vater aller Dinge - nun soll das Gehirn zur Fernsteuerung werden. Der Mensch denkt und lenkt dabei einen Computer bzw. Roboter - oder am Ende gar sich selbst und andere? Denn auch ohne technisches Equipment haben Gedanken einen Einfluss auf uns und unser Umfeld. Wenn auch nicht immer einen positiven.

Redaktion: Gerda Kuhn
Moderation: Leslie Rowe

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