Bayern 2

     

radioWissen Eritrea im Blick der Berichterstatter

Flagge von Eritrea | Bild: colourbox.com

Freitag, 20.05.2016
09:05 bis 10:00 Uhr

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BAYERN 2

Eritrea
Geschichte des einstigen Hoffnungsträgers

Das Kalenderblatt
20.5.47 v. Chr.
"Veni, vidi, vici" - Cäsar bereitet Sieg über Pharnakes II. vor
Von Susi Weichselbaumer

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Eritrea - Geschichte des einstigen Hoffnungsträgers
Autorin: Bettina Rühl / Regie:
Eritrea, das kleine Land im Osten Afrikas, ist heute fast so etwas wie ein Paria. Dabei war die Region jahrzehntelang Hoffnungsträger einer linken, international interessierten Bewegung auch in Deutschland. Denn in Eritrea, damals noch Teil des Kaiserreiches Äthiopien, schien ab 1961 alles Positive zusammen zu kommen: Marxistische Befreiungsbewegungen erhoben sich gegen den äthiopischen Kaiser Haile Selassie. Die Aufständischen schienen mit "flachen Hierarchien" zu kämpfen, wie man das heute nennen würde, sie verhielten sich anscheinend demokratisch. In ihren Reihen kämpften auch zahlreiche Frauen, die von ihrer absoluten Gleichberechtigung mit den Männern schwärmten. In den "befreiten" Gebieten sah die westliche Eritrea-Solidaritätsbewegung die Keimzelle eines Demokratischen Musterstaates, kontrolliert von den Rebellen der "Eritreischen Volksbefreiungsfront" (EPLF). Nach einem dreißigjährigen Krieg wurde die äthiopische Armee besiegt. Am 24. Mai 1991, also vor rund 25 Jahren, marschierte die EPLF in der eritreischen Hauptstadt Asmara ein. Zwei Jahre später wurde die Region nach einem Referendum unabhängig. Ende gut, alles gut? Ganz im Gegenteil. Mittlerweile herrscht in Eritrea eine grausame Diktatur.

Reaktion: Nicole Ruchlak

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