Bayern 2

     

radioWissen am Nachmittag Geschlechterrollen in der Geschichte

Frauenrechtlerin Emmeline Pankhurst im Gefängnis | Bild: picture-alliance/dpa

Montag, 26.10.2015
15:05 bis 16:00 Uhr

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BAYERN 2

Die Geschichte der Ehe
Liebesglück und Rechtsverhältnis seit der Romantik

Die Suffragetten
Der Kampf ums Frauenwahlrecht in England

Das Kalenderblatt
26.10.1944
Die schlechteste Sängerin Amerikas wird weltberühmt
Autor: Klaus Uhrig

Als Podcast verfügbar

Die Geschichte der Ehe - Liebesglück und Rechtsverhältnis seit der Romantik
Autorin: Renate Kiesewetter / Regie: Sabine Kienhöfer
"Die Ehe ist nie ein Letztes, sondern Gelegenheit zum Reifwerden." Wenn Johann Wolfgang von Goethe, der Dichter, Naturwissenschaftler und Staatsmann die Ehe als "Anfang und Gipfel aller Kultur" ansah, so werden ihm auch heute noch viele beipflichten - trotz der häufig beschworenen Krise der Ehe. Steht doch die Ehe als weithin akzeptierte und praktizierte Familienform auch bei den Jungen in der Gesellschaft weiterhin hoch im Kurs. Immerhin sind nach den Statistiken mehr als 50 Prozent der Deutschen in erster Ehe verheiratet. Erstaunlich wirkt allerdings, dass es Anfang des 19. Jahrhunderts etwa in Bayern - zumindest den Zahlen nach - auch nicht anders aussah: Auch da gab es 50 Prozent Singles, aber aus ganz anderen Gründen. Damals ging es vor allem darum, überhaupt heiraten zu dürfen. Erst seit der Französischen Revolution mit der Ablösung der Ständegesellschaft und dem Wunsch nach Bevölkerungswachstum rückte die Ehe für die europäischen Staaten stärker in den Blickpunkt. Von der Romantik bis in unsere Tage hinein hat die Lebensform Ehe manchen Wandel mitgemacht und die Handlungsspielräume für Ehemänner und Ehefrauen, für Familien und Kinder von der patriarchalischen bis zur paritätischen Ausgestaltung sehr verändert.

Die Suffragetten - Der Kampf ums Frauenwahlrecht in England
Autorin: Henriette Wrege / Regie: Irene Schuck
1910 berichteten weltweit Zeitungen über zusammengeschlagene Frauen, denen das Blut auf ihre weißen Kleider tropfte. Am "Schwarzen Freitag" war es vor dem Parlament in London zu den ersten blutigen Auseinandersetzungen zwischen Polizei und Frauen, die für das Frauenwahlrecht demonstrierten, gekommen. Über 80 Jahre zog sich der Kampf der Frauen um das Wahlrecht hin. In keinem anderen Land nahm dieser Kampf derartige Formen an wie in England. Die Staatsmacht reagierte mit nie dagewesener Brutalität und Folter auf die militanten Aktivistinnen der Frauenstimmrechtsbewegung: die Suffragetten. Warum wehrte sich das Land mit der längsten parlamentarischen Tradition in Europa so vehement gegen das Recht der Frauen genauso wie Männer die Abgeordneten des Parlaments zu wählen?

Moderation: Michael Zametzer
Redaktion: Thomas Morawetz

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