Bayern 2

     

radioWissen Macht und Magie des Wortes

Vektorgraphik einer Schreibmaschine, Schreibfedern, Büchern und Notizen. | Bild: colourbox.com

Dienstag, 17.01.2023
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Die Macht des Wortes
Segen, Fluch und Wortmagie

Magie des Reims
Von Zaubersprüchen und Gedichten

Das Kalenderblatt
17.1.1813
Der Brite Humphry Davy entdeckt den Lichtbogen
Von Yvonne Maier

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Die Macht des Wortes - Segen, Fluch und Wortmagie
Autor und Regie: Frank Halbach
Allen Worten wohnen Mächte inne, heißt es. Während wir heute Wörter als bloße sprachliche Zeichen betrachten, die in keinen inneren Zusammenhang mit dem stehen, was sie bezeichnen, galt die Sprache den Menschen über Jahrtausende als etwas, das von den Göttern gekommen war. Insofern sah man in Worten das Potenzial sowohl auf das eigene Schicksal als auch auf den Lauf der Welt Einfluss auszuüben. Mit Zaubersprüchen, Flüchen oder Segen versuchten Kundige die Natur, aber auch übernatürliche Kräfte und insbesondere die eigenen Mitmenschen zu beeinflussen. Die Forschung spricht in diesem Zusammenhang sogar von "angewandter Psychotherapie" im Mittelalter. Die Grenzen solcher "Verbalmagie" zu Medizin und Religion erweisen sich dabei als fließend. Ein genauerer Blick auf die Magie der Worte konfrontiert uns mit der Frage, ob so manches Wort nicht doch mehr als ein beliebig austauschbares Zeichen darstellt. Eine Idee, die Autoren und Autorinnen von Goethe bis zu Joanne K. Rowling inspirierte, uns mit Geschichten über Magier und Zaubersprüche in ihren Bann zu ziehen. Nicht nur bei ihnen bewegen sich Worte, die doch als Instrument des Rationalen gelten, zwischen Erkenntnis und Geheimnis, im Spannungsfeld zwischen Arkanem und Profanem.

Magie des Reims - von Zaubersprüchen und Gedichten
Autorin: Brigitte Kohn / Regie: Susi Weichselbaumer
"Im Durchschnitt ist man kummervoll und weiß nicht, was man machen soll" - diese Feststellung von Wilhelm Busch erheitert nicht durch den Inhalt, sondern durch den Reim. Sprache macht Spaß, gereimte ganz besonders. Wer reimt, der kostet Ton und Klang der Sprache aus, der spürt der geheimnisvollen Verwandtschaft nach, die zwischen ähnlich lautenden Wörtern walten mögen. Selbst die moderne Fernsehwelt nutzt mit einer Show namens "Reim gewinnt - was sich reimt das stimmt" den Unterhaltungswert des Reims. Seit alters her haben sich die Menschen viele Möglichkeiten einfallen lassen, den Gleichklang der Wörter auszukosten.
Erstsendung 23. April 2013

Moderation: Katharina Hübel
Redaktion: Susanne Poelchau

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