Bayern 2

     

radioWissen Leben in eisigen Zeiten

Mammut-Herde der Eiszeit. | Bild: picture-alliance / akg-images

Freitag, 28-10-2022
9:05 vorm. to 10:00 vorm.

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BAYERN 2

Mammut und Co.
Die Megafauna der Eiszeit

Eisschmelze
Das große Rauschen

Das Kalenderblatt
28.10.1908
Kaiser Wilhelm gibt ein Interview und löst einen Staatsskandal aus
Von Simon Demmelhuber

Diese Sendung hören Sie auch in der BR Radio App bei Bayern 2 und ist als Podcast verfügbar.

Mammut und Co. - die Megafauna der Eiszeit
Autorin: Brigitte Kramer / Regie: Frank Halbach
Sie sind die Stars der naturhistorischen Museen und ihr Schicksal gibt bis heute Rätsel auf. Niemand weiß sicher, warum Mammut, Wollnashorn, Höhlenlöwe oder Säbelzahntiger nach der letzten Eiszeit verschwunden sind. Massenweise zogen sie einst in großen Herden und Rudeln durch Eurasien, doch vor etwa 12.000 Jahren, am Ende des Jung-Pleistozän, kam es zum so genannten Quartären Massensterben. Waren es die Temperaturschwankungen? War es der Mensch, der sich damals zum Homo Sapiens entwickelte und sie bejagte? Mit diesen Fragen beschäftigen sich Forscher und Forscherinnen auf praktisch allen Kontinenten, denn die Riesen faszinieren uns bis heute. Der Klimawandel legt nun neue Erkenntnisquellen frei: Fossilien aus dem tauenden Permafrostboden Sibiriens oder Kanadas werden genetisch sequenziert oder mit der Radiokarbonmethode untersucht. Und es geht sogar noch mehr: Neuerdings will man die Eiszeitfauna sogar wieder zum Leben zu erwecken: "De-Extinction" heißt der Fachbegriff.
Erstsendung: 3. September 2021

Eisschmelze - das große Rauschen
Autorin: Claudia Steiner / Regie: Axel Wostry
Nord- und Südpol, Meereis, aber auch Gletscher leiden unter dem Klimawandel. Der Bericht des Weltklimarats im Herbst 2019 ist alarmierend: So verliert das antarktische Eisschild immer mehr an Masse. Auch in Grönland nimmt der Eisverlust rapide zu. Zugleich erwärmen sich Permafrostböden. Wenn sie auftauen, können große Mengen an klimaschädlichem Methan in die Atmosphäre gelangen. Der Meeresspiegel steigt zudem immer schneller an: Der Anstieg ist mit 3,6 Millimeter pro Jahr derzeit doppelt so hoch wie im Schnitt des 20. Jahrhunderts. Während er im gesamten 20. Jahrhundert um 15 Zentimeter geklettert ist, könnte er bei einer starken Erhöhung der Treibhausgase bis 2100 um rund einen Meter steigen. Für die Bewohner in der Arktis, aber auch für Millionen von Menschen, die fernab des ewigen Eises leben, sind die Folgen dramatisch. Küstennahe Regionen sind bedroht, ganze Inselstaaten dem Untergang geweiht. In Bergregionen wiederum kommt es durch das Abschmelzen der Gletscher zu Lawinen und Erdrutschen.
Erstsendung: 27. Dezember 2019

Moderation: Yvonne Maier
Redaktion: Bernhard Kastner

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