Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Auf hoher See

Ein Seenotkreuzer der Deutschen Gesellschaft zur Rettung Schiffbrüchiger (DGZRS), aufgenommen vor der Nordseeinsel Norderney. | Bild: picture-alliance / dpa | Ingo Wagner

Donnerstag, 12.05.2022
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Seekrankheit
Qual bei Seegang

Seenotrettung
Einsatz in höchster Gefahr

Das Kalenderblatt
12.5.1971
Zum ersten Mal liest im deutschen Fernsehen eine Frau die Nachrichten
Von Anja Mösing

Diese Sendung hören Sie auch in der BR Radio App und ist als Podcast verfügbar.

Seekrankheit - Qual bei Seegang
Autorin: Claudia Steiner / Regie: Rainer Schaller
Wenn ein Schiff auf den Wellen tanzt, sich auf und ab, hin und her bewegt, leiden viele Passagiere unter Kopfschmerzen, Schwindel, Übelkeit und Brechreiz - sie sind seekrank. Der Grund, warum dann viele Passagiere über der Reling hängen, ist, dass optische Eindrücke und die gefühlte Wahrnehmung des schwankenden Schiffes nicht zusammenpassen. So erscheint zum Beispiel die Kabine gerade, doch der Gleichgewichtssinn meldet dem Gehirn, dass der Körper in Bewegung ist. Dieser Widerspruch verwirrt das Gehirn - die Folge ist Übelkeit. Es gibt Tabletten, Pflaster, Armbänder oder Zäpfchen, mit denen Reisende der Seekrankheit vorbeugen oder zumindest die Symptome mildern können. Auch Schlaf kann helfen, denn dann ist der Gleichgewichtssinn mehr oder weniger "deaktiviert". Erfahrene Seeleute empfehlen, an Deck zu gehen und auf den Horizont zu schauen, um die unterschiedlichen Eindrücke wieder in Einklang zu bringen. Die gute Nachricht ist: Der Körper gewöhnt sich an den Wellengang, so dass nach ein paar Stunden oder Tagen die Beschwerden weg sind.

Seenotrettung - Einsatz in höchster Gefahr
Autorin: Christiane Neukirch / Regie: Martin Trauner
"Die Nordsee ist keine Badewanne." Dieser und viele andere Sprüche aus Seemannsmund klingen locker, sind aber Erkenntnisse aus Erfahrung. Nirgends zeigt sich die Natur uns Menschen gegenüber so übermächtig wie auf dem Meer.
Die Gewalt des Wassers und der Winde zwingt oft plötzlich und unerbittlich Mensch und Schiff in die Knie, und seit Jahrtausenden mussten Seefahrer mit ihrem Leben abschließen, wenn sie begriffen, dass ihre Lage aussichtslos war. Doch irgendwann beschlossen sie, gegen diese Ausweglosigkeit aufzubegehren: Was, wenn man einsatzbereite Seenotretter an Land hätte, die man zu Hilfe rufen könnte?
An den deutschen Küsten wurde die Rettung Schiffbrüchiger ab 1865 auf professionelle Füße gestellt. Die Herausforderungen waren riesig - für Mensch und Technik: Dem Meer ein Schnippchen zu schlagen und dabei natürlich auch selbst zu überleben. Die Antwort darauf waren Ideen und Entwicklungen, die Geschichte schrieben, im humanitären wie im technischen Bereich.
Seitdem heißt es: "Rausfahren, wenn andere reinkommen". Was die Retter leisten, mit welchem Mut sie immer wieder ihr Leben riskieren, um Hilfe in jeder Situation zu bringen; welches Können sie mitbringen müssen, damit die gefährlichen Rettungsmanöver gelingen; und welche bahnbrechenden Erfindungen im Laufe der Geschichte gemacht wurden, um der Natur ihre Opfer abzuringen - davon handelt dieser Beitrag von radioWissen.
BR 2020

Moderation: Iska Schreglmann
Redaktion: Matthias Eggert

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