Bayern 2

     

radioWissen am Nachmittag Die Rückkehr der Zugvögel

Wiedehopf | Bild: stock.adobe.com

Donnerstag, 24-3-2022
3:05 nachm. to 4:00 nachm.

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BAYERN 2

Der Wiedehopf
Der Punk unter den Zugvögeln

Der Kuckuck
Der geborene Rausschmeißer

Das Kalenderblatt
24.3.1765
Amerikanische Siedler müssen britische Soldaten beherbergen, Quatering Act
Von Sebastian Kirschner
Diese Sendung hören Sie auch in der BR Radio App und ist als Podcast verfügbar.

Der Wiedehopf - der Punk unter den Zugvögeln
Autor: Werner Bader / Regie: Eva Demmelhuber
Der einst in den lichten Wäldern Deutschlands so häufige Brutvogel ist selten geworden. Viele kennen ihn nur noch aus dem Volkslied von der Vogelhochzeit. Doch mittlerweile können nur mehr wenige Menschen den auffälligen Vogel in freier Natur beobachten.
Der Wiedehopf ist mit seinem rostbraunen Federkleid und den schwarz-weißen Flügeln ein stattlicher Vogel. Sein fast sechs Zentimeter langer und gebogener Schnabel ist ziemlich spitz. Und seine ebenso lange Federhaube auf dem Kopf erinnert an eine Punk-Frisur. Er lebt gerne in lichten Wäldern, wo es viele Büsche und Weideflächen gibt, etwa auf den Wacholderheiden im Landkreis Donau-Ries. Dort schätzen sich Vogelschützer glücklich, dass sich zuletzt überhaupt ein Wiedehopf-Paar zur Brutzeit niedergelassen hat.
Zu entdecken rund um den Wiedehopf gibt es Einiges: Etwa, mit welchem Trick es der Wiedehopf schafft, sich vor den Attacken der Greifvögel zu schützen, welche Besonderheiten sein Brut- und Balzverhalten hat, ob man ihm zurecht einen etwas "strengen Geruch" nachsagen darf und wie der Wiedehopf überhaupt zu seinem deutschen und zu seinem auffälligen lateinischen Namen "Upupa epops" gekommen ist.

Der Kuckuck - der geborene Rausschmeißer
Autorin: Carola Zinner / Regie: Eva Demmelhuber
Er ist kein Singvogel - und doch gibt es wohl keine Vogelart, die wegen ihres Gesanges so berühmt ist wie der Kuckuck. In vielen Ländern hat er seinen Namen - etwa das französische "Coucou", russische "Kukuschka" und englische "Cuckoo" vom charakteristischen Ruf der Männchen "u-Kuh". Die Tonfolge, eine kleine Terz, ist in zahlreichen Kompositionen zu hören wie etwa in Beethovens Pastorale. Sie beschreibt ländliche Naturszenen - und den Frühling, die Zeit in der der Kuckucks zum ersten Mal wieder seinen Ruf ertönen lässt, wenn er aus dem Winterquartier zurückgekehrt ist. Wohl ebenso berühmt wie für seinen Gesang ist der Kuckuck für die Eigenschaft, seine Eier in die Nester fremder Vögel zu legen, das viel zitierte "Kuckucksei". Allerdings betreiben den Brutparasitismus nur etwa 50 der 128 weltweit bekannten Kuckucksarten.
Erstsendung BR: 2013

Redaktion: Bernhard Kastner

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