Bayern 2

     

radioWissen am Nachmittag Dramen im Himalaya

Der Berg Nanga Parbat. | Bild: picture-alliance/ dpa/dpaweb | Olivier_Matthys

Montag, 21-2-2022
3:05 nachm. to 4:00 nachm.

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BAYERN 2

Der Berg Nanga Parbat
Mythos, Ehrgeiz, Risiko

Fast auf dem Mount Everest?
Mallory und Irvine 1924

Das Kalenderblatt
21.2.1962
Weißkopfseeadler Willy Brandt hat schlechte Laune
Von Prisca Straub
Diese Sendung hören Sie auch in der BR Radio App und ist als Podcast verfügbar.

Der Berg Nanga Parbat - Mythos, Ehrgeiz, Risiko
Autor: Markus Mähner / Regie: Sabine Kienhöfer
Der Nanga Parbat im Westhimalaya wird im Englischen auch "Killer Mountain" genannt. Er gilt als einer der anspruchsvollsten und gefährlichsten Berge der Welt. Dennoch wählten ihn sich deutsche Alpinisten in den 1930er Jahren als den "Deutschen Berg" aus. Nach einer tragischen Expedition im Jahr 1934 mit etlichen Todesopfern stilisierte das nationalsozialistische Deutschland den Berg zum "Schicksalsberg der Deutschen", den es um jeden Preis zu bezwingen galt. Die Folge: Viele weitere Alpinisten kamen ums Leben. Nach Ausbruch des Zweiten Weltkrieges war damit allerdings erst mal Schluss: Die deutsche Expedition von 1939, an der auch der Österreicher Hermann Harrer teilnahm, wurde von den Engländern, die das Himalaya-Gebiet unter Kontrolle hatten, festgenommen. Harrers Erinnerungen "Sieben Jahre in Tibet" machten ihn später, auch durch die Verfilmung, weltberühmt. Erst 1953 gelang es dem Tiroler Hermann Buhl, den Gipfel zu besteigen. Doch auch seit dieser Erstbesteigung wird der "Killer Mountain" nicht vom Massentourismus überströmt. Wenige Bergsteiger waren erfolgreich, oft nur unter tragischen Umständen - wie etwa Reinhold Messner, dem 1963 zusammen mit seinem Bruder die erste Überschreitung des Berges gelang. Reinhold kehrte jedoch alleine zurück.

Fast auf dem Mount Everest? - Mallory und Irvine 1924
Autor: Linus Lüring/ Regie: Christiane Klenz
Sie kamen nicht zurück, aber sie hinterließen der Welt eine Frage: Haben sie es geschafft? Im Juni 1924 bricht George Mallory mit seinem Partner Andrew Irvine auf, um den Mount Everest zu besteigen. Die Ausrüstung der britischen Bergsteiger ist im Vergleich zu heutigen Expeditionen mehr als einfach. Trotzdem schaffen sie es bis weit über 8.000 Meter. So hoch wie niemand vor Ihnen. Dort oben, einige hundert Meter unterhalb des höchsten Gipfels der Welt, werden die Briten zuletzt gesehen. Einige Jahre später wird ein Eispickel von Andrew Irvine auf einem Grat gefunden. Lange Zeit bleibt er die einzige Spur der beiden. In den Jahrzehnten danach gibt es unterschiedliche Theorien, ob die beiden den Everest bestiegen haben oder nicht. Erst 1999 rückt des Rätsels Lösung etwas näher. Jochen Hemmleb, ein deutscher Geologe und Berg-Enthusiast hatte alles zusammengetragen, was über die letzten Stunden der britischen Everest-Pioniere bekannt ist - Fotos, Zeitzeugenberichte, Tagebucheinträge. Obwohl Hemmleb bis dahin nie am Everest war, gelingt ihm Erstaunliches. Aufgrund seiner Recherchen schafft es eine Suchexpedition den Leichnam Mallorys an der Everest-Nordflanke zu finden. Doch die Kamera, die er beim Besteigungsversuch dabei hatte, fehlt. Und auch sonst gibt es keine eindeutigen Hinweise, die das Rätsel lösen können.
BR 2018

Moderation: Florian Kummert
Redaktion: Thomas Morawetz

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