Bayern 2

     

radioWissen Antikes Christentum

Münze aus der Regierungszeit Kaiser Konstantins mit Münzbildnis. | Bild: picture-alliance/dpa

Montag, 13.12.2021
09:05 bis 10:00 Uhr

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BAYERN 2

Roms christliche Katakomben
Ruhestätten eines jungen Glaubens

Konstantin der Große
Religion als Politik

Das Kalenderblatt
13.12.1903
Italo Marcioni erhält Patent auf Eistüten-Maschine
Von Susi Weichselbaumer

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Roms christliche Katakomben - Ruhestätten eines jungen Glaubens
Autorin: Prisca Straub / Regie: Martin Trauner
Sie heißen Priscilla, Sebastiano, Callisto, Domitilla und Agnese. Benannt nach römischen Märtyrerinnen und Märtyrern, die in den unterirdischen Ruhestätten Seite an Seite mit Tausenden namenloser Toter bestattet wurden. Die ersten Katakomben entstanden in Rom in der Zeit um 150 - noch war das Christentum nicht zur Staatsreligion erhoben.
Entgegen der landläufigen Meinung dienten Roms Katakomben zu keinem Zeitpunkt als Zufluchtsort während der Christenverfolgungen. Es waren dunkle, feuchte und schlecht belüftete Orte - und die in den Tuff geschlagenen Wandgräber waren nicht viel mehr als eine praktische und billige, unterirdische Ruhestätte. Mit dem Entstehen der frühchristlichen Basiliken werden die Gebeine der Märtyrer dann an die Oberfläche geholt. Die ausgedehnten unterirdischen Komplexe geraten in Vergessenheit. Einige von ihnen bis heute.
BR 2015

Konstantin der Große - Religion als Politik
Autor: Christian Feldmann / Regie: Susi Weichselbaumer
Die Ostkirche verehrt ihn heute noch als einen ihrer größten Heiligen. Aber Konstantin gilt auch als skrupelloser Machtmensch, der politische Rivalen und sogar Familienangehörige eiskalt ausgeschaltet haben soll, um die Alleinherrschaft im Römischen Reich zu erringen. Voltaire nannte ihn einen politisch talentierten Kriminellen. Auf jeden Fall gelang ihm das Kunststück, das aus den Fugen gegangene Reich noch einmal zu stabilisieren und so umzubauen, dass es ein weiteres Jahrhundert überdauern konnte. Und er gründete ein zweites Rom - Konstantinopel am Bosporus -, das für ein Jahrtausend das Erbe des ersten antrat. Seine Persönlichkeit ist bis heute ebenso umstritten wie seine Religionspolitik: War er Christ aus Überzeugung oder benutzte er den zukunftsträchtigen neuen Glauben nur als geistigen Kitt für ein auseinander fallendes Imperium?
BR 2015

Moderation: Thies Marsen
Redaktion: Thomas Morawetz

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