Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Lou Andreas-Salomé und die jüdische Philosophie

Lou Andreas Salome | Bild: picture-alliance/dpa

Mittwoch, 01.09.2021
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Lou Andreas-Salomé
Auf Augenhöhe mit Nietzsche, Rilke, Freud

Jüdische Philosophie
Von Philon von Alexandria bis heute

Das Kalenderblatt
1.9.1971
Auftakt für BAföG
Von Martin Trauner
Als Podcast und in der neuen Bayern 2 App verfügbar

Lou Andreas-Salomé - auf Augenhöhe mit Nietzsche, Rilke, Freud
Autorin: Susanne Brandl / Regie: Irene Schuck
In der Literaturwissenschaft und Philosophiegeschichte galt sie lange als "Muse großer Männer". Dabei war Lou Andreas-Salomé viel mehr: Sie war bedeutende Vertreterin der Lebensphilosophie und Lebensreformbewegung, schrieb zahlreiche Gedichte und Romane und war eine der ersten Psychoanalytikerinnen überhaupt. Sie diskutierte mit Friedrich Nietzsche, beriet Rainer Maria Rilke und erweiterte Sigmund Freuds Theorien. Zahlreiche Dichter und Denker der Jahrhundertwende waren begeistert von Salomés Gedanken und Ideen, suchten ihre Nähe und verliebten sich (meistens unglücklich) in sie.
Zeit ihres Lebens beschäftigte Andreas-Salomé sich mit der Rolle der modernen Frau, wobei sich in ihrem Leben und Werk scheinbare Widersprüche auftun. Sie führte ein durch und durch selbstbestimmtes Leben, war aber überzeugt: Frauen sind in ihrer Weiblichkeit und Mütterlichkeit vollkommene Wesen und würden sich untreu, wenn sie sich in die Männerwelt hineinbegeben.
Im Gespräch mit einem Literaturwissenschaftler und der Herausgeberin von Andreas-Salomés Werk rekonstruiert sich die Geschichte einer rätselhaften Frau, die in der Geistesgeschichte der Jahrhundertwende einen festen Platz einnimmt.

Jüdische Philosophie - von Philon von Alexandria bis heute
Autorin: Antje Dechert / Regie: Rainer Schaller
Was ist eigentlich jüdische Philosophie? Gibt es die überhaupt? 
Ein Philosoph hat gewöhnlich den Anspruch, alles zu hinterfragen, auch die Religion. Haben das die "jüdischen Philosophen" jemals getan? Oder ging es ihnen vielmehr darum, das Judentum philosophisch zu durchdringen und zu erklären? In der Antike versuchte der Gelehrte Philon von Alexandria jüdischen Glauben und griechische Philosophie zu vereinen. Im Mittelalter entwickelten Denker wie Maimonides die jüdische Religionsphilosophie weiter, beeinflusst durch die islamische wie christliche Theologie. Mit Moses Mendelsohn erlangte die jüdische Philosophie in der Aufklärung größere Bedeutung. Philosophen wie Franz Rosenzweig oder Martin Buber schließlich verbanden in der Moderne die jüdische Tradition mit sozialphilosophischen Fragen. radioWissen über jüdische Philosophie von der Antike bis heute.
Erstsendung: BR 2019

Moderation: Gabi Gerlach
Redaktion: Bernhard Kastner

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