Bayern 2

     

radioWissen Luchin Visconti und die Cinecittà

Luchino Visconti | Bild: picture-alliance/dpa

Dienstag, 22.06.2021
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Luchin Visconti
Schönheit, Dekadenz und Tod

Die Cinecittà
Filmklassiker aus der ewigen Stadt

Das Kalenderblatt
22.06.1906
Billy Wilder geboren
Von Katalin Fischer
Als Podcast und in der neuen Bayern 2 App verfügbar

Luchin Visconti - Schönheit, Dekadenz und Tod
Autorin und Regie: Susi Weichselbaumer
Als Mitglied der italienischen Hocharistokratie stehen ihm alle gesellschaftlichen und politischen Wege nach noch weiter oben offen. Das Leben könnte so einfach sein, denn Wohlstand, Rang und Name bekommt Luchino Visconti in die Wiege gelegt. Er aber entscheidet sich anders. Als Theater- und Opernregisseur, Drehbuchautor und Filmemacher will er hinter die Fassaden blicken, menschliche Abgründe ausleuchten, die sich nicht selten unter Prunk, Pomp und Protz verbergen. "Ludwig II", "Der Leopard", "Tod in Venedig" werden zu Klassikern der Kinogeschichte. In die geht Visconti als Mitbegründer des italienischen Neorealismus ein. Später widmen sich seine Filme Themen wie Schönheit, Tod und Dekadenz. Mit Romy Schneider, Claudia Cardinale oder Alan Delon spielen die Großen der Zeit in Viscontis Werken. Maria Callas singt seine "La Traviata" in der Mailänder Scala. Visconti umgibt sich gerne mit Stars. Glamour, Eleganz, Esprit lebt und liebt er. Trotzdem oder gerade deshalb wandert sein Blick als Regisseur und Autor meist tiefer - in die Seele der Figuren und dorthin, wo es weh tut.

Die Cinecittà - Filmklassiker aus der ewigen Stadt
Autorin: Antje Dechert / Regie: Frank Halbach
"Ben Hur", "La Dolce Vita" oder "Spiel mir das Lied vom Tod" - Leinwandklassiker, die Geschichte schrieben, weil sie filmisch neue Maßstäbe setzten. Gedreht wurden sie alle in der legendären Filmstadt vor den Toren Roms: in Cinecittà. Nicht nur die großen Meister des italienischen Kinos wie Roberto Rossellini, Lucino Visconti oder Federico Fellini arbeiteten dort. Ab den 1950er Jahren entdeckte auch Hollywood die italienischen Studios. Aufwändige Produktionen wie "Cleopatra" oder "Krieg und Frieden" konnten in Rom billiger, aber hochprofessionell gedreht werden. Die Cinecittà wurde zum Hollywood am Tiber, Rom zur monumental-romantischen Kulisse für das süße Leben des internationalen Jet-Sets. Stars wie Audrey Hepburn, Lex Barker, Sophia Loren oder Cary Grant mischten sich ins Nachtleben der Ewigen Stadt - ein gefundenes Fressen für die Paparazzi. Gebaut wurden die Cinecittà-Studios 1936 von Benito Mussolini. Nach dem Zweiten Weltkrieg waren sie ein Camp für Displaced People. Heute sind sie eine Touristenattraktion mit neuem Museum und nach wie vor ein gefragter Drehort. radioWissen mit einer Zeitreise durch die bewegte Geschichte der Cinecittà.
BR 2020

Moderation: Kristina Thiele
Redaktion: Andrea Bräu

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http://br.de/s/5AgZ83

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