Bayern 2

radioWissen Das Stethoskop und die Chirurgie

Stethoskop  | Bild: colourbox.com

Donnerstag, 14.01.2021
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Das Stethoskop
Horchen auf das Innere des Menschen

Geschichte der Chirurgie
Unterm Messer

Das Kalenderblatt
14.1.1896
Der Bambi-Autor Felix Salten ohrfeigt Karl Kraus im Café Griensteidl
Von Simon Demmelhuber
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Das Stethoskop - horchen auf das Innere des Menschen
Autorin: Anne Preger / Regie: Christiane Klenz
Das Stethoskop ist sehr vertraut, von Arztbesuchen und aus Fernsehserien. Gleichzeitig hat es etwas Geheimnisvolles. Wer hat sich nicht schon mal gefragt, wie das eigene Herz oder die Lunge damit wohl klingt. Seine Erfindung vor rund 200 Jahren, lange vor Röntgen- oder Ultraschall-Geräten, erlaubte den Ärzten, in das Innere des Menschen hineinzuhören und den Körper zu erforschen. Das Stethoskop hilft unter anderem dabei, Krankheiten der Atemwege und des Herzens zu diagnostizieren. Doch Studien weisen darauf hin, dass etliche Mediziner das Abhören nicht mehr gut beherrschen. Gleichzeitig warnen Hygieneforscher, das Stethoskope zu Keimschleudern werden, wenn sie nicht regelmäßig desinfiziert werden. Trotzdem ist das Stethoskop noch nicht reif fürs Museum. Inzwischen gibt es digitale Modelle, die Ärzten die Arbeit erleichtern und laufend verbessert werden.

Geschichte der Chirurgie - unterm Messer
Autor: Lukas Grasberger / Regie: Martin Trauner
Über Jahrtausende galt die Chirurgie als ebenso gefährliche wie blutige Angelegenheit, zu der die Menschen meist nur im absoluten Notfall griffen. Zu riskant war es, an einer Infektion der Operationswunde oder gar an den Schmerzen während der Operation zu sterben. Und doch sind seit dem Altertum durchaus kunstfertige Eingriffe überliefert: Alexander den Großen flickte dessen Leibarzt selbst nach schweren Kriegsverletzungen wieder zusammen, und auch eine chirurgische Trennung siamesischer Zwillinge ist überliefert. Aber ins Innerste des Körpers vorzudringen - etwa die operative Öffnung der Bauchhöhle - , wurde erst im 19. Jahrhundert standardmäßig möglich. Mit der Entdeckung von Asepsis, Desinfektion, Sterilisation und nicht zuletzt der Anästhesie begann das Zeitalter der modernen Chirurgie. Operationen an den inneren Organen waren nun machbar - bis hin zu deren Austausch bei Transplantationen von Herz, Niere oder Lunge. Bis heute schreitet die Spezialisierung und Verästelung des „schneidenden Fachs“ voran - bis hinein in kleinste Gefäße. Vor dem „echten“ Schnitt simulieren Mediziner OPs nun im virtuellen Raum: Eine bessere Planung und Vorbereitung sensibler Eingriffe wird so möglich.

Moderation: Thies Marsen
Redaktion: Nicole Ruchlak

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