Bayern 2

     

radioWissen Mythos Al Andalus

Alhambra  | Bild: picture-alliance/dpa

Montag, 25-11-2013
9:05 vorm. to 10:00 vorm.

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BAYERN 2

Al Andalus
Als Spanien arabisch war
Autor: Bernd Uwe Gutknecht / Regie: Martin Trauner

Frauenleben im maurischen Spanien
Traum vom verlorenen Paradies
Autor: Helga Ballauf / Regie: Sabine Kienhöfer

Das Kalenderblatt
25.11.1500
Kolumbus in Ketten nach Spanien gebracht
Autorin: Isabella Arcucci

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Fast 800 Jahre lang herrschten auf der Iberischen Halbinsel arabische Fürsten, Emire, Kalifen. Diese Epoche wird Al Andalus genannt. Sie begann im achten Jahrhundert mit der Landung berberischer Soldaten und endete mit der so genannten "reconquista" im Jahr 1492, der Rückeroberung durch die katholischen Könige Isabella und Ferdinand. Al Andalus war eine Glanzzeit, was Architektur, Bildende Künste, Philosophie, Poesie, Musik und auch Naturwissenschaften angeht. Bemerkenswert ist das lange Zeit friedliche Miteinander von Christen, Juden und Muslimen. Ab dem 12. Jahrhundert mehrten sich allerdings die gewalttätigen Auseinandersetzungen, die in der Inquisition durch die katholische Kirche gipfelten. Gegen Ende von Al Andalus wurden Hunderttausende von Juden und Muslimen ermordet, vertrieben oder zwangsbekehrt. Historiker streiten sich, ob die maurische Ära Segen oder Fluch für die Geschichte Spaniens war. Bis heute hält sich ein verklärtes Bild vom Frauendasein in dieser Zeit - wie in den Geschichten aus 1001 Nacht. Spanische Forscherinnen haben alte Quellen neu gelesen und herausgefunden, wie Frauen den Alltag im maurischen Spanien gestalteten und - auch in Kriegszeiten - für kulturelle Kontinuität sorgten.

Redaktion: Brigitte Reimer
Unter dieser Adresse finden Sie die Manuskripte von radioWissen:
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