Bayern 2

radioWissen Nobelpreis für Alice Munro

Alice Munro | Bild: picture-alliance/dpa

Dienstag, 15.10.2013
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Alice Munro
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Parallele Singel-Welten
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Das Kalenderblatt
15.10.1929
Premiere für Fritz Langs "Die Frau im Mond"

Die Kanadierin Alice Munro hat eben den Nobelpreis für Literatur erhalten, nachdem sie oft genug im Gespräch dafür war. Ihre meisterhaften Kurzgeschichten ebneten der Farmerstochter den Weg in ein neues Leben und machten sie zu einer Ausnahme-Erscheinung der Weltliteratur: Im Mittelpunkt ihrer Erzählungen steht der Mensch im Konflikt zwischen gesellschaftlicher Konvention und individuellem Glücksanspruch. Alice Munro schreibt über den Kampf der Geschlechter, sexuelle Befreiung, Klassenunterschiede, Machtstrukturen und über die Suche nach Identität, vor allem der weiblichen. Sie schreibt über einfache Menschen, aber einfach schreibt sie nicht. Bei Munro muss man zwischen den Zeilen lesen, um den inneren Abgrund ihrer Figuren zu entdecken.
Immer wieder für den Nobelpreis gehandelt wird auch der japanische Kultautor Haruki Murakami. Seine Helden sind moderne Großstadtcowboys, einsam und immer zu einem Abenteuer bereit. Ihre Prärie ist die Stadt Tokyo mit ihren gigantischen Einkaufszentren, ihren Nachtbars, Restaurants und den Menschenmassen, die sich morgens und abends zwischen den Bahnhöfen und Bürohochhäuser bewegen. Sie sind Außenseiter in der japanischen Gesellschaft und haben Abenteuer zu bestehen, die sie an den Rand der menschlichen Existenz bringen.

Redaktion: Petra Herrmann
Manuskripte zum Herunterladen:
www.br.de/radio/bayern2/sendungen/radiowissen/manuskripte/index.html

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