Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Milchzähne und Kleinkinder

Milchzähne | Bild: colourbox.com

Donnerstag, 07.11.2019
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Milchzähne
Klein aber oho

Die Babyforscher
Was kleine Kinder alles können

Das Kalenderblatt
8.11.1950
Marieluise Fleißers "Der starke Stamm" uraufgeführt
Von Johannes Roßteuscher
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Milchzähne - Klein aber oho
Autorin: Susanne Hofmann / Regie: Rainer Schaller
Sie sind klein, milchweiß und heißen deshalb auch so: Milchzähne. Ihr bläulich schimmerndes Weiß verdanken sie ihrer besonders dünnen, porösen Oberfläche, in der sich das Licht brechen kann. Die Milchzähne des Embryos werden schon in der achten Schwangerschaftswoche der Mutter angelegt. Sie sind zunächst noch weich, härten aber bis zur Geburt zunehmend aus. Im Alter von ungefähr einem halben Jahr bricht meist der erste Zahn im Unterkiefer des Säuglings durch. In einer bestimmten Reihenfolge folgen die nächsten 19 Zähne. Bis zum Schulalter bilden die Milchzähne die Platzhalter für die bleibenden Zähne. Die rücken erst nach, wenn sich die Zahnwurzeln der Milchzähne aufgelöst haben und die Kinderzähne rausgefallen sind. Das Gebiss ist das einzige Körperteil, das nicht wächst und daher im Laufe der Kindheit und Jugend komplett ausgetauscht wird. Neuerdings wird von verschiedenen Seiten empfohlen, Milchzähne aufzubewahren, da sie lebensrettende Stammzellen beinhalten sollen. Was ist da dran? Warum dienen Milchzähne dem Körper nicht nur als Provisorium? Und was hat die Evolution damit zu tun?

Die Babyforscher - Was kleine Kinder alles können
Autorin: Anne Kleinknecht / Regie: Chrsitiane Klenz
Wenn Säuglinge und Kleinkinder brabbeln und strampeln, dann ist das putzig. Aber außer den Eltern nimmt in der Regel niemand die Kleinen ernst. Dabei werden in den ersten Lebensjahren die Grundsteine für unser gesamtes Leben gelegt: Der Mensch lernt in dieser Phase so schnell und so viel wie später nie wieder. Zum Beispiel Sitzen, Gehen oder Greifen - ganz ohne Hilfe von außen. Gleichzeitig begreifen schon Säuglinge, wie Ursache und Wirkung zusammenhängen. Dabei gehen die Kleinen wie waschechte Statistiker vor. Und vom ersten Lebenstag an stecken in ihnen auch kleine Psychologen: Schon Säuglinge ahmen ihre Mitmenschen nach und erfahren so viel über andere und sich selbst. Für diese "Forschungsmethoden" der Kinder interessieren zunehmend auch Wissenschaftler. Sie holen sich deshalb immer häufiger die kleinen Entdecker ins Babylabor.

Moderation: Iska Schreglmann
Redaktion: Matthias Eggert

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