Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Klima und die Kohle

Darstellung: Kohle | Bild: colourbox.com

Donnerstag, 16.05.2019
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Die Kohle
Wärmespender und Umweltsünder

Eindeutig Klimawandel
Was Forscher wissen und was schon geschieht

Das Kalenderblatt
16.5.1923
Erster Selbstwählferndienst in Weilheim
Von David Globig
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Die Kohle - Wärmespender und Umweltsünder
Autor: Hellmuth Nordwig / Regie: Susi Weichselbaumer
Im „schwarzen Gold“ sind Pflanzen aus der Frühzeit der Erdgeschichte konserviert: Schuppenbäume, Siegelbäume und andere Gewächse, die längst ausgestorben sind. Auch Schachtelhalme und Farne hatten ihre größte Verbreitung in jener Epoche vor rund 300 Millionen Jahren, die man wissenschaftlich als „Karbon“ bezeichnet. Eben weil so viele Pflanzen erst in Sümpfen versunken sind und sich dann im Laufe von Jahrmillionen zu dem schwarzen, manchmal leicht bräunlichen Gestein verwandelt haben, das wir als Kohle kennen. Wie das chemisch genau zugegangen ist, wissen selbst die Fachleute nicht so recht. Und woraus Kohle eigentlich genau besteht, auch darüber wissen Chemiker nur höchst lückenhaft Bescheid. Fest steht dagegen: Steinkohle und Braunkohle sind hervorragende Brennstoffe - und genau das wird der Menschheit derzeit zum Verhängnis. Denn wenn Kohle verbrannt wird, entsteht das Treibhausgas Kohlendioxid. Gleichwohl erlebt das schwarze Gold gerade eine Renaissance. Denn Erdöl geht zur Neige; Kohle wäre dagegen noch für einige hundert Jahre vorhanden, wenn wir das wollten. Die Energieindustrie wirbt jedenfalls unverdrossen mit dem Märchen vom „umweltfreundlichen Kohlekraftwerk“. Mit Kohle lässt sich eben immer noch Kohle machen.

Eindeutig Klimawandel - Was Forscher wissen und was schon geschieht
Autorin: Reante Ell / Regie: Frank Halbach
Die Klimaerwärmung ist eindeutig - ein Wort, das Wissenschaftler normalerweise vermeiden. Aber so stand es im vierten Bericht des Weltklimarats IPCC, der am 2. Februar 2007 veröffentlicht wurde. Die meisten der zehn Jahre, die seither vergangen sind, gehören zu den heißesten seit Beginn der Klimaaufzeichnungen. Und 2013 erschien der nächste Klimabericht, wieder bezeichneten die Forscher den Klimawandel als eindeutig und betonten, einige der beobachteten Veränderungen seien in den letzten Jahrtausenden beispiellos. Schon leiden Ökosysteme und Menschen unter den Folgen des Klimawandels - ein Vorgeschmack auf das, was wohl noch kommen wird. Denn trotz des ehrgeizigen Abkommens von Paris bleibt ungewiss, ob es tatsächlich gelingen kann, die durchschnittliche Erwärmung auf zwei Grad zu beschränken. Bei zwei Grad blieben die Folgen des Klimawandels nach Ansicht der meisten Wissenschaftler beherrschbar. Aber manche Gebiete der Erde könnten unbewohnbar werden.

Moderation: Yvonne Maier
Redaktion: Matthias Eggert

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