Bayern 2

radioWissen Produktion und Geschichte des Geldes

Darstellung: US-Noten | Bild: colourbox.com

Donnerstag, 16.05.2019
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Die größte Geldfabrik der USA
Die US-Notendruckerei Inside

Die Geschichte des Geldes
Von der Muschel zur Kreditkarte

Das Kalenderblatt
16.5.1923
Erster Selbstwählferndienst in Weilheim
Von David Globig
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Die größte Geldfabrik der USA - Die US-Notendruckerei Inside
Autoren: Anja Steinbruch und Michael Marek / Regie: Rainer Schaller
Nur einen Katzensprung vom Weißen Haus entfernt liegt die größte Geldfabrik der Vereinigten Staaten: das Bureau of Engraving and Printing (BEP). So lautet der offizielle Name der US-amerikanischen Notendruckerei. Hier entsteht der Dollar, hier rollen etwa 560 Millionen Dollar täglich vom Band. Anja Steinbuch und Michael Marek erhielten die Genehmigung, das BEP unter die Lupe zu nehmen, mit Angestellten und Historikern zu sprechen. Dabei kamen sie so manchem Geheimnis auf die Spur - zum Beispiel, warum Dollarpapier aus alten Blue Jeans hergestellt wird, welche Sicherheitsvorkehrungen es gibt und was eigentlich mit alten Dollarnoten passiert.

Die Geschichte des Geldes - Von der Muschel zur Kreditkarte
Autorin: Maike Brzoska / Regie: Sabien Kienhöfer
Im Prinzip kann alles als Geld genutzt werden, das zum Tauschen geeignet und als Zahlungsmittel in der Gesellschaft anerkannt ist. Diese Funktionen haben im Laufe der Zeit viele Dinge erfüllt. Vor tausenden Jahren nutzten die Menschen zum Beispiel Muscheln, Steine oder Vieh als Zahlungsmittel. Münzen, wie der Denar, der Groschen oder der Taler, kursierten ab dem frühen Mittelalter. Gleichzeitig breitete sich die Geldwirtschaft aus. Die Bauern begannen nicht mehr nur für den eigenen Bedarf zu produzieren, sondern verkauften ihre Überschüsse gegen Münzen, die sie leicht aufbewahren konnten und die zunehmend akzeptiert waren. Der überregionale Handel nahm weiter zu, größere Unternehmungen mussten finanziert werden. Im späten Mittelalter nahm deshalb die Kreditwirtschaft ihren Anfang. Händler in Norditalien begannen, Buch darüber zu führen, wer wem Geld schuldete. Das Buchgeld entstand. Im 17. Jahrhundert schließlich kursierten die ersten Banknoten in Großbritannien. Die Bank of England bekam im 19. Jahrhundert von der britischen Regierung schließlich den hoheitlichen Auftrag zur Banknoten-Emission. Noch bis ins 20. Jahrhundert stand die Banknote in vielen Ländern für das Recht, den Geldschein in Gold oder andere Edelmetalle umzutauschen. Mittlerweile hat aber keine wichtige Währung der Welt mehr eine solche Umtauschpflicht. Dass die Menschen das Papier- und Buchgeld eines Landes dennoch akzeptieren, liegt daran, dass sie den dahinterstehenden Institutionen - Banken, Zentralbank, Regierung - ihr Vertrauen schenken.

Moderation: Birgit Magiera
Redaktion: Nicole Ruchlak

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