Bayern 2

radioWissen Quantenmechanik und Isaac Newton

Darstellung: Isaac Newton | Bild: picture-alliance/dpa

Donnerstag, 14.03.2019
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Isaac Newton
Genie, Gelehrter, Wissenschaftler

Quantenmechanik im täglichen Leben
Die Bedeutung der Erkenntnisse Heisenbergs

Das Kalenderblatt
14.3.1988
Erster Pi-Tag
Von Christiane Neukirch
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Isaac Newton - Genie, Gelehrter, Wissenschaftler
Autor: Lukas Grasberger / Regie: Kirsten Böttcher
Er gilt als der Wegbereiter der modernen Naturwissenschaft: Der Universalgelehrte Isaac Newton widmete sich Zeit seines Lebens der Mathematik und der Physik. Newton erfand die Infinitesimalrechnung und begründete mit den Bewegungsgesetzen die klassische Mechanik. Dass die Schwerkraft auf Äpfel genauso einwirkt wie auf Gestirne, beschäftigte den 1643 geborenen Engländer theoretisch - wie auch praktisch: Isaac Newton entwickelte das Spiegelteleskop, er fand heraus, dass sich weißes Licht aus bunten Spektralfarben zusammensetzt - und fasste seine Erkenntnisse in Formeln, die bis heute gültig sind. Doch der von vielen als Genie bezeichnete Newton hatte auch eine dunkle Seite: Überlieferungen zufolge war er auch ein mimosenhafter Rechthaber, der seine Auseinandersetzung - etwa mit dem Kontrahenten Gottfried Wilhelm Leibniz - bis über dessen Tod hinaus weiterführte. Ebenso unerbittlich und akribisch verfolgte er Geldfälscher: Isaac Newton hatte seine schlecht bezahlte Forschertätigkeit zu Gunsten eines Postens als Chef der Münzprägeanstalt weitgehend aufgegeben. In privaten Gelddingen agierte der wohlhabende Wissenschaftler wenig glücklich, verlor bei Spekulationen viele Tausend Pfund. "Er könne“, sagt Newton seinerzeit, "die Bewegung der Sterne berechnen, aber nicht die Dummheit der Menschen“.

Quantenmechanik im täglichen Leben - Die Bedeutung der Erkenntnisse Heisenbergs
Autor: David Globig / Regie: Christiane Klenz
Als Werner Heisenberg die Quantenmechanik begründet und seine berühmte Unschärferelation bzw. Unbestimmtheitsrelation formuliert, ahnt kaum jemand, wie gewaltig die Auswirkungen sein werden. Doch Heisenberg krempelt damit das Weltbild der Physik um. Er entdeckt in den Jahren zwischen 1925 und 1927, dass kleinste Teilchen - wie etwa Elektronen in einem Atom - ihre Eigenschaften erst dadurch erhalten, dass man sie beobachtet. Ein Gedanke, mit dem sich viele Wissenschaftler damals schwer tun. Gleichzeitig liefert Heisenberg ihnen ein entscheidendes neues Handwerkszeug. Endlich können Physiker erklären, warum zum Beispiel angeregte Atome ein ganz bestimmtes Lichtspektrum aussenden. Und dank der Quantenmechanik lässt sich auch das Verhalten von Elektronen in Halbleitern verstehen. Das ist die Basis der modernen Elektronik. Vom Laser bis zur Atombombe: Überall spielt die Quantenmechanik eine wichtige Rolle. Selbst Aufbau und chemische Eigenschaften von Molekülen lassen sich mit Hilfe des quantenmechanischen Atommodells berechnen. Für all das hat Heisenberg mit seinen Erkenntnissen den Grundstein gelegt.

Moderation: Thies Marsen
Redaktion: Nicole Ruchlak

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