Bayern 2

radioWissen Himmelskörper

Darstellung: Sonnen-Eruption | Bild: picture-alliance/dpa

Donnerstag, 31.01.2019
09:05 bis 10:00 Uhr

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BAYERN 2

Sonnen-Eruptionen
Wenn heiße Gase die Erde treffen

Mars-Mission
Die Erforschung des Roten Planeten

Das Kalenderblatt
31.1.1961
Schimpanse Ham startet ins All
Von Susi Weichselbaumer
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Sonnen-Eruptionen - Wenn heiße Gase die Erde treffen
Autor: David Globig / Regie: Axel Wostry
Ohne die Sonne gäbe es auf der Erde kein Leben, so wie wir es kennen. Seit etwa 4,5 Milliarden Jahren liefert unser Zentralgestirn ununterbrochen Licht und Wärme. Doch gleichzeitig schickt es auch ständig einen Strom geladener Teilchen ins All: den Sonnenwind. Und immer wieder kommt es zu riesigen Eruptionen, bei denen die Sonne gewaltige Teilchenmassen zusätzlich in den Weltraum schleudert. Man spricht dann auch von einem "Sonnensturm". Glücklicherweise schützen uns das Magnetfeld der Erde und ihre Atmosphäre größtenteils vor den Auswirkungen des Sonnenwindes. Doch für Astronauten im All kann die Teilchenstrahlung gefährlich werden. Bei starken Sonnen-Eruptionen muss sich die Mannschaft der ISS deshalb in besser geschützte Bereiche der Raumstation zurückziehen. Außerdem können Sonnenstürme die Elektronik von Satelliten zerstören. Und selbst auf der Erdoberfläche bekommen wir gelegentlich Auswirkungen zu spüren: Sonnen-Eruptionen sind in der Lage, Funkübertragungen zu stören oder sogar Stromnetze und elektronische Geräte zu beschädigen. Obwohl der Sonnenwind schon seit den 1950er Jahren erforscht wird, wissen wir immer noch nicht genau, wie er entsteht. Mehrere Satellitenmissionen sollen dieses Rätsel in den kommenden Jahren lösen.

Mars-Mission - Die Erforschung des Roten Planeten
Autor: Thomas Gith / Regie: Martin Trauner
Am Sternenhimmel können wir ihn mit bloßem Auge erkennen, denn im Weltall liegt er direkt neben uns: der Mars. Was jedoch nicht zu sehen ist: die Sonde Mars-Express, die den Planeten seit 15 Jahren umrundet. Im Juni 2003 startete sie in den Weltraum, legte eine sechs Monate lange Reise zurück und erreichte den Planeten Ende Dezember 2003. Seitdem umrundet sie den Mars und fotografiert seine Oberfläche. Was auf den 3D-Bildern zu erkennen ist, hat unser Verständnis vom roten Planeten nachhaltig verändert: Riesige Vulkane, tiefe Canyons und ausgetrocknete Flussläufe prägen seine Oberfläche. Dass es auf dem Mars früher viel Wasser gegeben hat, gilt mittlerweile als sicher. Gut möglich, dass einst mikrobiologische Lebensformen den Planeten bevölkerten. Erst kürzlich hat der NASA-Rover "Curiosity" Hinweise darauf geliefert, da er organische Moleküle nachweisen konnte. Und dank der Mission "Mars-Express“ ist mittlerweile fast die gesamte Marsoberfläche kartiert - und diese Karten liefern die Grundlagen für weitere Mars-Missionen, wie etwa den "ExoMars Rover", der ab 2020 zum roten Planeten starten soll.

Moderation und Redaktion: Iska Schreglmann

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