Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Geschenke der Natur

Darstellung: Zimt | Bild: picture-alliance/dpa

Donnerstag, 10.01.2019
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Kakao
Das braune Gold

Zimt
Die Würze des Lebens

Das Kalenderblatt
10.1.1917
Suffragetten beginnen Mahnwache vor dem Weißen Haus
Von Ulrike Rückert
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Kakao - das braune Gold
Autorin: Claudia Heissenberg / Regie:
"Theobroma", auf Deutsch "Speise der Götter" - so taufte der Botaniker Carl von Linné den Kakaobaum. Vielleicht weil der Genuss von Kakao, vor allem wenn er warm getrunken wird, bei den meisten Menschen ein wohliges Gefühl von Zufriedenheit auslöst. Seine ursprüngliche Heimat liegt vermutlich im südamerikanischen Amazonasbecken, wo der Baum bei tropischen Temperaturen und hoher Luftfeuchtigkeit bestens gedeiht. Zum ersten Mal kultiviert wurde die Pflanze allerdings von den Ureinwohnern Mexikos. Für sie war die Frucht des Baumes, in der bis zu 60 Kakaobohnen stecken, ein Symbol für den Kreislauf des Lebens. Schon damals wurden die Bohnen, die auch als Zahlungsmittel dienten, geröstet und gemahlen mit Chili, Vanille, Agavensaft oder wildem Honig und heißem Wasser zu einem schaumigen Getränk verrührt. Anders als Montezuma, der täglich große Mengen davon in goldenen Bechern zu sich genommen haben soll, oder Friedrich der Große, der den exotischen Trank dem Vernehmen nach am liebsten mit Senf und Pfeffer würzte, fand Christopher Kolumbus den Geschmack der bitteren Bohnen einfach nur scheußlich.

Zimt - die Würze des Lebens
Autorin: Reante Kiesewetter / Regie: Sabine Kienhöfer
Es weihnachtet. Und es duftet auf den Weihnachtsmärkten nach den verschiedenen Leckereien, Gebäck und Gewürzen. Eines der ältesten Gewürze ist der Zimt, von den Chinesen angeblich schon 3.000 Jahre vor Christus verwendet. Den Ceylon-Zimt, der uns heute bekannt ist, hat der portugiesische Entdecker und Seefahrer Vasco da Gama 1498 auf der Insel Ceylon, heute Sri Lanka, entdeckt und in europäische Gefilde gebracht. Hierzulande war die feine Rinde des Zimtbaumes über die Jahrhunderte als exotisches und kostbares Gewürz unerschwinglich teuer. Inzwischen kann jeder mit dem duftenden Zimt seinen Tee und auch alkoholische Getränke aromatisieren, Süßspeisen oder feine Fleischgerichte aus der vorderasiatischen Küche verfeinern. Auch als Heilmittel, nicht ohne Risiken, ist der Zimt verwendbar. Und von mancher Duftkerze verbreitet das Öl seinen blumig-exotischen Duft. Eine kleine Kulturgeschichte des Zimts.

Moderation:
Redaktion: Matthias Eggert

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