Bayern 2

radioWissen am Nachmittag Kommandozentrale Gehirn

Illustration Gehirn, kreative Areale | Bild: picture-alliance/dpa

Donnerstag, 06.12.2018
15:05 bis 16:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BAYERN 2

Neuroplastizität
Wie das Gehirn sich neu strukturiert

Das Gedächtnis
Wie wir Informationen speichern

Das Kalenderblatt
6.12.1925
Die Falschgeldaffäre "Banco de Portugal" fliegt auf
Von Xaver Frühbeis
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Neuroplastizität - Wie das Gehirn sich neu strukturiert
Autorin: Maike Brzoska / Regie: Irene Schuck
Unser Gehirn verändert sich ständig. Sonst wäre es auch nicht möglich, dass wir uns in unbekannten Umgebungen zurechtfinden oder mit neuen Situationen klarkommen. Die Fähigkeit des Gehirns sich neu zu strukturieren, begleitet uns ein Leben lang, auch noch in hohem Alter, wenn auch in abnehmendem Maße. Was beim Lernen im Gehirn genau passiert, können Forscher immer besser nachvollziehen. Vor allem die Neurogenese, also die Neubildung von Nervenzellen, spielt dabei eine wichtige Rolle. Denn gerade diese neuen Zellen reagieren äußerst sensibel auf neuartige Umweltreize. Wichtig ist dieses Wissen zum Beispiel für hirnverletzte Patienten, die nach einem Schlaganfall viele Dinge neu lernen müssen. Aber auch zum besseren Verständnis der Alzheimer Krankheit trägt es bei. Daneben scheint die Neuroplastizität bei Depressionen eine Rolle zu spielen, denn es hat sich gezeigt, dass bei depressiven Menschen die Anpassungsfähigkeit des Gehirns gemindert ist. Einige Forscher vermuten deshalb, dass Depressive neue Reize schlechter verarbeiten können, was zur Folge hat, dass sie sich in neuen Situationen schnell überfordert fühlen.

Das Gedächtnis - Wie wir Informationen speichern
Autorin: Inga Pflug / Regie: Axel Wostry
Handynummern, Konto-Pin, Geburtstage, Wegbeschreibungen oder der Einkaufszettel: Damit wir uns all das merken, speichert unser Gehirn beständig Informationen auf seine "Festplatte". Unser Gedächtnis "merkt" sich permanent Neues, speichert Gedichte und Witze, die Erinnerungen an den ersten Kuss oder den Urlaub, bestimmte Gerüche aus unserer Kindheit, prägende Erlebnisse aber auch komplett unwichtiges. Dahinter steckt ein ausgeklügeltes System: Informationen müssen eingeordnet, verknüpft und mit älteren Daten abgeglichen werden, für den nächsten Abruf bereitstehen - oder vergessen werden. Was unser Gehirn leistet, damit unser Erinnerungs-Pool nicht überlastet wird und wie sich das Gedächtnis trainieren lässt, beschäftigt Psychologen und Neurologen gleichermaßen. Und uns alle - spätestens wenn uns unangenehm auffällt, dass die eigene Merkleistung nachlässt.

Moderation:
Redaktion: Matthias Eggert

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