Bayern 2

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Blitze zerteilen den Himmel | Bild: picture-alliance/dpa

Donnerstag, 09.08.2018
09:05 bis 10:00 Uhr

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BAYERN 2

Hitze, Hagel, Hochwasser
Städte wappnen sich für Extremwetter

Die Wetterpropheten
Wie Meteorologen Sonne und Regen vorhersagen

Das Kalenderblatt
9.8.1173
Grundsteinlegung für den "Schiefen Turm von Pisa"
Von Brigitte Kohn

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Hitze, Hagel, Hochwasser - Städte wappnen sich für Extremwetter
Autorin: Maike Brzoska / Regie: Christiane Klenz
Schäden in Millionenhöhe durch Hochwasser oder Sturm und Hitzetote in besonders heißen Sommern - negative Schlagzeilen durch extreme Wetterlagen haben in den vergangenen Jahren zugenommen. Forscher sind sich weitgehend einig darin, dass der Klimawandel Schuld daran ist. Die Erwärmung der Erde verändert unser Wetter. Was das für einzelne Regionen genau bedeutet, erforschen Meteorologen derzeit unter Hochdruck. Denn die Zeit drängt, sich an die veränderten Wetterlagen anzupassen. Städte gelten als besonders verwundbar. Durch Hochwasser kann in kurzer Zeit die Infrastruktur, etwa die Wasserversorgung, für Hunderttausende zusammenbrechen. Auch Hitzewellen setzen Menschen in Ballungsgebieten besonders stark zu, weil sich die Wärme durch versiegelte Böden und fehlende Luftschneisen staut. Welche Anpassungen nötig sind, ist lokal verschieden. Einige Städte gehen derzeit vorneweg: In New York sollen künftig neue Deiche, Fluttore und eine wassersichere Stromversorgung die Metropole schützen. In Paris gibt es mittlerweile Notfallpläne, um hilfsbedürftige Menschen während Hitzewellen in Notunterkünfte zu bringen. Was tun bayerische Städte?

Die Wetterpropheten - Wie Meteorologen Sonne und Regen vorhersagen
Autor: Martin Schramm / Regie:
Die Meteorologen haben in den letzten Jahrzehnten erstaunliche Erfolge erzielt: Eine sechstägige Prognose ist heute genauso zuverlässig wie eine 24-stündige im Jahr 1968, also vor einem halben Jahrhundert. Der Grund dafür sind vor allem zwei mächtige Werkzeuge: Satelliten liefern immer präzisere Daten und stoßen so das Fenster auf zu einer fast lückenlosen Beobachtung des Wetters rund um den gesamten Globus. Und: Immer leistungsfähigere Supercomputer machen es möglich, atmosphärische Vorgänge immer detaillierter zu berechnen und so die Launen des Wetters immer zuverlässiger einzuschätzen. Dennoch: Wettervorhersage ist auch heute immer noch ein "Wagnis": Ob Sonnenschein, Gewittersturm, Hagel oder Schnee - was wir als Wetter auf der Erde erleben, entsteht durch komplexe physikalische und chemische Prozesse in der Gashülle unseres Planeten, der Atmosphäre. Und diese Atmosphäre zeichnet sich durch eine fundamentale Eigenschaft aus: ein chaotisches physikalisches Innenleben. Schon kleinste Schwankungen oder Unsicherheiten in den Ausgangsdaten können zu völlig unterschiedlichen Vorhersagen führen. Auch in Zukunft werden daher selbst die besten Supercomputer dieser Welt das Wetter niemals hundertprozentig vorhersagen können.

Moderation: Birgit Magiera
Redaktion: Nicole Ruchlak

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