Bayern 2

radioWissen Rhythmus des Lebens

Mondzyklus | Bild: picture-alliance/dpa

Freitag, 18.05.2018
09:05 bis 10:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Taktgeber der Natur
Im Einklang mit Sonne und Mond

Nachtaktive Pflanzen
Was uns im Dunkeln blüht

Das Kalenderblatt
18.5.1966
Moby Dick im Rhein gesichtet
Von Johanna Kempter

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Taktgeber der Natur - Im Einklang mit Sonne und Mond
Autorin: Kathrin Kellermann / Regie: Sabine Kienhöfer
Leben ist Rhythmus. Dafür sorgt alleine schon der Lauf der Gestirne: Die Erde dreht sich um sich selbst und beschert ihren Bewohnern innerhalb von 24 Stunden den Wechsel von Tag und Nacht. Außerdem kreist sie innerhalb eines Jahres um die Sonne und es kommt, zumindest in unseren Breiten, zu den vier Jahreszeiten. Der Mond produziert ebenso Rhythmen, beispielsweise Ebbe und Flut. Diese wiederkehrenden Ereignisse prägen das Leben auf der Erde. Timing ist lebenswichtig: Pflanzen heben ihre Blätter am Morgen und senken sie am Abend. Tag für Tag. Zugvögel verlassen im Herbst unsere Breiten, überwintern in wärmeren Gefilden, um rechtzeitig im Frühling zurückzukehren. Jahr für Jahr. Der französische Astronom Jean-Jacques d’Ortous de Marain gilt als Entdecker einer besonderen Fähigkeit von Organismen: Sie sind in der Lage, Sonnenauf- und untergang, Jahreszeiten und Gezeiten vorauszuahnen und vorab zu reagieren. Der Begriff „innere Uhr“ hat sich für diese physiologische Zeitmessung eingebürgert. Wirklich bemerkenswert: Zum einen läuft sie ohne Anstoß und im Experiment auch ohne äußere Reize weiter und zum anderen lässt sie sich von den tatsächlichen Rhythmen „stellen“. Der wichtigste so genannte Zeitgeber ist das Sonnenlicht, gefolgt von der Temperatur. Die noch junge Wissenschaft der Chronobiologie erforscht die physiologische Zeitmessung und die Rhythmen, die sie erzeugt.

Nachtaktive Pflanzen - Was uns im Dunkeln blüht
Autorin: Maike Brzoska / Regie: Sabine Kienhöfer
Nachtschwärmer gibt es nicht nur unter den Menschen, sondern auch in der Pflanzenwelt. Sogenannte nachtaktive Pflanzen öffnen ihre Blüten erst, wenn andere sie schon wieder schließen. Sie haben oft große, helle Blüten, um das letzte Tageslicht oder den Mondschein reflektieren zu können. Außerdem verströmen sie häufig einen besonders intensiven Duft. Auf diese Weise locken sie nachtschwärmende Insekten, zum Beispiel Motten, zur Bestäubung an. Ein Beispiel ist der Ziertabak. Bei abnehmendem Licht öffnet er langsam seine cremeweißen Blüten und fängt an, süßlich zu duften. Auch Nachtkerzen, Engelstrompeten und einige Kakteen-Arten sind Nachtblüher. Vor allem Berufstätige haben ihre helle Freuden an ihnen. Wenn sie abends, nach getaner Arbeit, im Garten oder auf dem Balkon entspannen, entfalten diese Pflanzen gerade ihre volle Pracht.

Moderation:Birgit Magiera
Redaktion: Gerda Kuhn

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