Bayern 2

Zeit für Bayern Akustische Reisen durch Bayerns Regionen

Sommerfrische am Tegernsee | Bild: Hannelore Fisgus

Sonntag, 13.08.2017
12:05 bis 13:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

Bayern 2

Weiß-blaue Sommerfrische - die Urform des Urlaubs
Von Hannelore Fisgus

Cocktail-Stunde in der Schleuse - Flusskreuzfahrten in Bayern
Von Wolfram Hanke

Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Weiß-blaue Sommerfrische - die Urform des Urlaubs
Von Hannelore Fisgus
Schon die alten Römer haben die heißen Sommer in der Frische der Berge verbracht: Sommerfrische oder wie sie es nannten "villeggiatura".
Auch in Bayern war es zunächst der Adel, der die kühle Landluft der sommerlichen Hitze in der Stadt vorzog. Später folgten die Künstler und irgendwann leisteten sich auch die Bürger einen Aufenthalt auf dem Land. Die Alpenregion war besonders beliebt. Mit der Erschließung durch die Bahn waren die ländlichen Orte auch besser zu erreichen.
Im 19. Jahrhundert wurde die Sommerfrische in Bayern immer beliebter. Die Gäste kamen aus Berlin oder aus dem Ruhrgebiet und blieben oft mehrere Wochen - von den Einheimischen argwöhnisch beäugt, aber auch geschätzt als Einnahmequelle. Der Sommerfrischler praktizierte das, wonach sich viele Menschen heute sehnen: Entschleunigung.
Wie viele Betten wurden für ihn geräumt, wie viele Kinder mussten sich dem Diktat der Ruhe unterwerfen, weil der Gast nicht gestört werden sollte. Er kam, blieb und wurde Teil des Dorflebens.
Der Sommerfrischler heute hat sich zum Aktivurlauber gewandelt, zum Wellness-, Weekend- und Kurzurlauber, der möglichst viel in kurzer Zeit erleben will. Sommerfrische, dieses Wort kennt er nicht. Es klingt so altmodisch, wie es ist. Wer verbringt heute noch seinen Jahresurlaub an einem Ort? Wer bleibt seinem Urlaubsort über Jahre treu, kennt Kinder und Enkelkinder der Gastgeber? Gibt es ihn noch ansatzweise, den Sommerfrischler?
Hannelore Fisgus erinnert an die Urform des Urlaubs und wie er sich entwickelt hat.
Wiederholung vom 12. Juni 2016

Cocktail-Stunde in der Schleuse - Flusskreuzfahrten in Bayern (ESD 24.07.16)
Von Wolfram Hanke
Auf Bayerns Flüssen und Kanälen rührt sich was. Immer mehr internationale Gäste gönnen sich den Luxus, auf Komfort-Hotelschiffen den Freistaat zu erkunden. Die Drei-Flüsse-Stadt Passau etwa hat sich inzwischen zum Zentrum der Flusskreuzfahrten auf Mitteleuropas längstem Strom, der Donau, entwickelt. 2015 legten hier mehr als 2.300 Schiffe an. In Regensburg waren es rund 900. Aber auch auf dem Main sind immer mehr "schwimmende Hotels" unterwegs. Mehr als 600 im Jahr sind es in Miltenberg oder Wertheim. Überall werden neue Anlegestellen gebaut. Wolfram Hanke ist für drei Tage von Miltenberg bis Würzburg an Bord eines luxuriösen Flusskreuzfahrtschiffs gegangen, um den Reiz dieser Reiseform zu erforschen. Wer entscheidet sich für so eine nicht ganz billige Flussreise und warum? Er hat sich mit Passagieren, Kapitän und Reiseleiter unterhalten, aber auch mit Vertretern der Mainanlieger-Gemeinden, was der Boom der Flusskreuzfahrten für sie bedeutet. Gerade am Main gibt es auch einige Skeptiker, die die steigenden Zahlen durchaus besorgt beobachten.

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