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Präparationstechnische/r Assistent/in Fachbereich Geologie Arbeiten mit Sauriern und uralten Gesteinen

Präparationstechnische Assistenten legen versteinerte Knochen frei und konservieren sie. Außerdem bearbeiten die Präparatoren Gesteine und Kristalle aus verschiedenen Erdschichten und konservieren diese.

Stand: 22.06.2020

Präparationstechnische Assistenten legen versteinerte Knochen frei und konservieren sie. Diese Fossilien geben Wissenschaftlern Auskunft über die Geschichte der Erde und ihrer Bewohner - lange bevor der Mensch sie betrat. Sie sind auch in naturkundlichen Museen zu bestaunen. Außerdem bearbeiten die Präparatoren Gesteine und Kristalle aus verschiedenen Erdschichten und konservieren diese. Auch solche Exponate sind in Museen zu sehen und dienen darüber hinaus in Forschung und Lehre. Wer künstlerisch begabt ist, gestaltet sogenannte Dioramen. Das sind Vitrinen, in denen die Tiere der Urzeit nachgestaltet zu sehen sind in ihrem historisch genauen Umfeld, was Pflanzen und Gesteine anbelangt. Der geowissenschaftliche Präparator ist in den drei Teilbereichen der Mineralogie, Geologie und Paläontologie tätig. Im Berufsleben erfolgt häufig eine Spezialisierung auf einen der Bereiche. Ein Job für kreative und akribisch arbeitende Menschen.

Wie wird man Präparationstechnischer Assistent?

Es gibt nur eine einzige Berufsfachschule in Deutschland: in Bochum, in Nordrhein-Westfalen. Die Ausbildung dauert drei Jahre. Am Ende haben Absolventen zudem die Fachhochschulreife erworben. Zugangsvoraussetzung zur Berufsfachschule ist die mittlere Reife. Der Beruf ist von den Kammern nicht anerkannt. Das gilt ebenso für die anders genannte Alternative "Geowissenschaftlicher Präparator". Die dreijährige Ausbildung dazu wird an der Westfälischen Wilhelms-Universität in Münster angeboten. Sie stellt, streng genommen, ein Anlernverhältnis dar und keinen staatlich anerkannten Abschluss. Der ist nur in Bochum möglich.

Bewerbung

Jeder kann sich bewerben. In einem persönlichen Gespräch wird die Eignung überprüft. Naturwissenschaftliche Kenntnisse, vor allem der Biologie und Chemie, werden vorausgesetzt. Wichtig ist eine handwerkliche und durchaus auch künstlerische Begabung. Gutes räumliches Vorstellungsvermögen und ein Gefühl für Formen helfen bei den vielfältigen Arbeiten. Geduld und Sorgfalt sind ein Muss.

Breit angelegte Ausbildung

Gesteine sägen, schleifen und polieren. Dünnschliffe von Gesteinen herstellen. Fossilien freilegen und konservieren. Abgüsse von Fossilien anfertigen und kolorieren. Fossil-Rekonstruktionen als Modell bauen. Eventuell die Anfertigung sogenannter Dioramen. Wer die Ausbildung abschließt, hat sich ein "Handwerkszeug" angeeignet, das einzigartig ist.

Wenige Stellen

Leider gibt es nur sehr wenige Stellen für "Präparationstechnische Assistenten des Fachbereiches Geologie" in Deutschland. Immerhin ist es ein vielseitiger Beruf. Zudem hat ein Absolvent der Berufsfachschule in Bochum durch den gleichzeitigen Erwerb der Fachhochschulreife die Möglichkeit zu studieren.

Fazit: Präparationstechnische Assistenten oder geowissenschaftliche Präparatoren haben einen spannenden, kreativen und vielseitigen Beruf. Ihr Umgang mit Zeugen einer Jahrmillionen zurückliegenden Vergangenheit ist einzigartig. Es ist aber auch ein sehr zurückgezogener Arbeitsalltag. Außer bei Grabungen arbeitet der Präparator sehr viel allein in seiner Werkstatt.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Präparationstechnische/r Assistent/in, Fachbereich Geologie
  • Ausbildungsdauer: 3 Jahre
  • Ausbildungsform: Bundesweit nur an der Berufsfachschule (Walter-Gropius-Berufskolleg) in Bochum. Eine Ausbildungsvergütung wird nicht gezahlt. Schulgeld wird nicht erhoben. Die Westfälische Wilhelms-Universität in Münster bietet einen dreijährigen Ausbildungsgang an zum "Geowissenschaftlichen Präparator".
  • Prüfung: Abschluss-Prüfung mit schriftlichem, praktischem und evtl. mündlichem Teil.
  • Einsatzorte: geologische Institute von Universitäten und Museen. Ansonsten bleibt die Selbstständigkeit.
  • Zugang: Mindestvoraussetzung: mittlerer Bildungsabschluss.
  • Eignung: Handwerkliches Geschick, Gefühl für Formen, Kreativität, Genauigkeit, Sorgfalt
  • Perspektiven: Die Berufsaussichten sind nicht besonders gut, da es nur sehr wenige Stellen gibt. Allerdings ist das Können, das sich ein Präparator angeeignet hat, einzigartig.
  • Spezialisierung: Gesteinspräparation mit Dünnschliffen, Fossilien präparieren, Dioramen erstellen

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