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Medizinische Fachangestellte/-r - Augenheilkunde Den Durchblick behalten

Medizinische Fachangestellte im Fachbereich Augenheilkunde betreuen Menschen mit verschiedensten Problemen rund ums Auge. Es beginnt an der Empfangstheke und reicht über Untersuchungen mit modernen Geräten bis zur spannenden Situation vor und nach Operationen.

Stand: 26.03.2018

Sie heißen nicht mehr "Arzthelferinnen", sondern "Medizinische Fachangestellte" (MFA), weil der Beruf komplexer, technisch anspruchsvoller und vielseitiger wurde. In der Berufsschule erlernen Azubis das allgemeine medizinische Grundwissen als MFA. Spezialkenntnisse zur Augenheilkunde erwerben sie in der Augenarztpraxis. Neben der klassischen Praxis bei niedergelassenen Ärztinnen und Ärzten gibt es immer mehr größere Gemeinschaftspraxen, Medizinische Versorgungszentren (MVZ) und Kliniken, die auch ausbilden. In einer Augenklinik betreuen Azubis ebenso wie in einem MVZ auch Patienten vor und nach operativen Eingriffen. Sie brauchen Einfühlungsvermögen und ein gutes Gespür für die richtigen Worte im rechten Moment, vor allem bei Patienten die Angst haben. In diesem Beruf sitzt man viel am Computer, gibt Befunde der Ärzte ein, schreibt Berichte, macht Abrechnungen, telefoniert, vereinbart Termine. Es ist ein Dienstleistungsberuf. Patienten sind auch Kunden, die geachtet und respektiert werden müssen.

"Das ist halt nicht so eine blutige Angelegenheit. Das macht halt Spaß. Es ist alles sauber. Das ist auch gut. Und mir macht auch das ganze Technische Spaß. Da muss man sich auch auskennen. Das ist viel mit Computer, viele Geräte hier, es kommt halt alles zusammen: Man hat Technisches, Organisatorisches, und ganz viel mit Menschen."

Sonja Probst (19), 3. Ausbildungsjahr

Präzises Arbeiten

Im Fachbereich Augenheilkunde nehmen Auszubildende eigenverantwortlich Voruntersuchungen an Patienten vor. Sie überprüfen beispielsweise den Augenhintergrund, um Veränderungen an der Netzhaut und am Sehnerv zu erkennen. Dabei müssen die MFA sehr präzise arbeiten. Ständig müssen die Azubis mit Patienten reden, ihnen Untersuchungen erklären und auch Ängste nehmen. Aber genau diese Herausforderung reizt die zu über 90 Prozent weiblichen Berufsanfänger.

"Manche kommen auch her, die wirklich Angst davor haben, denen du schon vor dem OP-Bereich ansiehst, dass sie zittern und dass sie Angst davor haben. Also haben wir dann schon auch Möglichkeiten, die zu beruhigen. Unsere ganzen Schwestern, die helfen da super mit, dass sich alle wohl fühlen. Aber so im Allgemeinen muss man seinen Weg finden mit den Patienten umzugehen."

Nina Fiebig (18), 3. Lehrjahr

Karriere

Nach bestandener Abschlussprüfung in der Berufsschule als "Medizinische Fachangestellte" stehen berufliche Wege in Arztpraxen verschiedenster Fachrichtungen offen. Augenärzte bevorzugen in der Regel Bewerber, die schon als Azubis in der Augenheilkunde gearbeitet haben. Die Karrieremöglichkeiten reichen von der Spezialisierung im Team über Qualifizierung für OP-Assistenz oder Praxismanagement. Es gibt Weiterbildungsmöglichkeiten zur Medizinisch Technischen Angestellten (MTA) und zur Fach- oder Betriebswirtin. Manche packen nach der dreijährigen Ausbildung und der Hochschulreife sogar ein Studium an.

Die wichtigsten Fakten zur Ausbildung:

  • Offizielle Berufsbezeichnung: Medizinische/r Fachangestellte/r
  • Ausbildungsdauer: Die Ausbildung dauert drei Jahre
  • Ausbildungsform: Duale Ausbildung im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule
  • Prüfung: Zwischenprüfung am Ende des zweiten Ausbildungsjahres und Abschlussprüfung nach drei Jahren. Sie gliedert sich in einen schriftlichen und einen praktischen Prüfungsteil.
  • Ausbildungsorte: Die duale Ausbildung wird parallel im Ausbildungsbetrieb und in der Berufsschule durchgeführt.
  • Zugang: Rechtlich ist - wie für alle Berufe des dualen Systems - kein bestimmter Schulabschuss vorgeschrieben. Die Betriebe verlangen aber üblicherweise mindestens einen mittleren Abschluss.
  • Eignung: Berufsanfänger sollten Einfühlungsvermögen, Geduld, Belastbarkeit und Teamfähigkeit mitbringen.
  • Perspektiven: Die Jobaussichten sind generell gut. Ebenso die Karrieremöglichkeiten: Spezialisierung, Fach- oder Betriebswirt/-in, Abteilungs- und Standortleitung.
  • Alternativen: Zahnmedizinische/r Fachangestellte/r | Tiermedizinische/r Fachangestellte/r | Medizinisch-technische/r Assistent/in - Funktionsdiagnostik | Medizinisch-technische/r Laboratoriums-assistent/in | Kaufmann/-frau - Gesundheitswesen

Genaue Informationen finden Sie auf den Webseiten der Arbeitsagentur


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