ARD-alpha - Campus


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Campus Reportage Erst die Arbeit - dann die Moral?

Mit unterschiedlichen Lebenseinstellungen verfolgen eine Vermögensberaterin, eine Schülerin und ein ehemaliger Obdachloser ihre persönlichen Ziele. Welche Werte bestimmen ihr Handeln?

Stand: 11.03.2018

"Die Jugend liebt heutzutage den Luxus, sie hat schlechte Manieren, verachtet die Autorität, hat keinen Respekt vor älteren Leuten und schwatzt wo sie arbeiten soll." Die Meinung des Philosophen Sokrates über die Jugendlichen seiner Zeit könnte von heute stammen.

Was zählt heute für Jugendliche als "Wert"? Welche Tugenden haben sich über die Jahrtausende hinweg bis heute erhalten? Was ist gut und was ist böse?
Gerade in der Arbeitswelt von heute ziehen immer mehr Menschen die Konsequenzen aus Erfahrungen, die sie mit Karrieredenken und Ellenbogenmentalität gemacht haben: Für den 24-jährigen Münchner BISS-Verkäufer Joker und die 27-jährige Finanzberaterin Elke aus Kronach nehmen Ehrlichkeit und Nächstenliebe heute einen höheren Stellenwert ein als das persönliche Weiterkommen.

Die Schülerin Yumino, 16 Jahre alt, lässt die Schule schleifen, um sich auf ihre Musikkarriere zu konzentrieren. Die junge Cellistin übt unermüdlich und ist bereits Jungstudentin an der Münchner Musikhochschule. Etwas anderes als Berufsmusikerin zu werden, kann sie sich nicht vorstellen.

Die Vermögensberaterin Elke, 30 Jahre alt, lebt ganz für ihre Arbeit, muss sich aber gegen Vorurteile durchsetzen wie: Sie sei zu jung und eine Frau obendrein. Die Karrierefrau ist zielbewusst und aufstiegsorientiert, aber ihre christliche Werteorientierung stellt sie über das berufliche Vorankommen.

Der ehemalige Obdachlose Yoker, 24 Jahre alt, ein gelernter technischer Zeichner, gehört zu den Verlierern in der Arbeitswelt. Er lebte nach dem Verlust seines Arbeitsplatzes auf der Straße und hielt sich mit Betteln über Wasser. Nun verkauft er die Obdachlosenzeitschrift „Biss“ und träumt davon, wieder eine richtige Arbeitsstelle zu haben.

Die Sendereihe "Zukunft Jugend" entstand zusammen mit Jugendlichen der Evangelischen Akademie Tutzing und Studenten der Friedrich-Alexander-Universität Nürnberg-Erlangen.


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