BR Fernsehen - Unter unserem Himmel


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Unter unserem Himmel Am Weißwurst-Äquator - Dialekte an der bayerischen Donau

Auf ihrem Weg zum Schwarzen Meer durchfließt die Donau auch Bayern: 350 Kilometer von West nach Ost. Eine Reise durch vier verschiedene Dialektregionen, vom Schwäbischen zum Niederbayerischen.

Stand: 16.02.2018 | Archiv

Ein Film von Steffi Kammermeier

Manche nennen die Donau scherzhaft „Weißwurst-Äquator“, weil sie angeblich die Bayern von den Preußen trennt, was andere bestreiten und diese Trennlinie weiter nördlich am Main ansiedeln. Wie dem auch sei, war die Donau in alten Zeiten nicht wirklich ein trennendes, sondern eher verbindendes Element. Auf ihrem Weg durch Bayern fließt sie allerdings durch viele Dialekt-Gebiete: Schwaben, Oberbayern, Niederbayern, die südliche Oberpfalz und der Rand des Bayerischen Walds.

Leidenschaft für die Sprache

Steffi Kammermeier, die fürs BR-Fernsehen schon mehrere interessante Dialektreisen unternommen hat, ist mit der Donau flussabwärts gefahren, um die unterschiedlichen Sprachfarben und Mischformen zu erkunden. In ihrem Film kommen viele authentische Mundartsprecher zwischen Neu-Ulm und Passau zu Wort, unter ihnen die Kabarettistin Sissy Schafferhans aus Neuburg, die Regensburger Erzählerin Erika Eichenseer oder Hans Wax, der stellvertretende Bezirksheimatpfleger der Oberpfalz. Die wissenschaftlichen Aspekte erläutern die Dialektforscher Stefan Kleiner, Ludwig Zehetner und Rosemarie Spannbauer-Pollmann.

Musikalische Dialektpflege

Nicht nur sprachlich, sondern auch musikalisch bereichern den Film die „Mehlprimeln“ mit Reiner und Dietmar Panitz aus Kaisheim, der Aldersbacher Männerchor, das Original Pettendorfer Bauernballett und die Passauer Kabarettistin Barbara Dorsch.


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