BR Fernsehen - Unter unserem Himmel


69

Unter unserem Himmel Im „Weißen Lamm“ in Roßtal

„Do sein muss ma!“ Von eingeschränkten Öffnungszeiten hält Hans-Günther Fischhaber, der Wirt vom „Weißen Lamm“ in Roßtal, nichts. Und auch nichts von unnötigen Modernisierungen, denn „wenn man alles rausreißen würde, wäre bald nichts mehr da zum Herzeigen und Erzählen.“

Stand: 16.09.2020 14:40 Uhr | Archiv

Ein Film von Sylvia von Miller

Selbstgemachter Leberkäs im "Weißen Lamm"

Das „Weiße Lamm“ in Roßtal ist ein Wirtshaus, wie man es sich wünscht und wie es nicht mehr so viele gibt. Es ist jeden Tag geöffnet, jeden Mittag wird eine warme Mahlzeit gekocht. Am Wochenende gibt es fränkische Braten. Die selbstgemachten Bratwürste, Stadtwürste, Göttinger und vieles mehr werden auch zum Mitnehmen verkauft. Einmal im Monat kommen die Leute zum Leberkäs essen, den „richtigen“ mit Leber und den Fleischkäs.

Mit seiner Mutter Luise kocht Wirt Hans-Günther Fischhaber seit 40 Jahren für seine Gäste.

Das Wirtshaus am Oberen Markt, neben Laurentiuskirche und Friedhof, besteht schon seit Jahrhunderten im alten Zentrum des Marktes Roßtal in Mittelfranken, dessen Blüte auf die Hohenzollern zurückgeht. Hans-Günther Fischhaber ist Wirt in der siebten Generation, er kennt alle Gäste und die Geschichten ihrer Eltern und Großeltern. Er ist im Gemeinderat, bei der Freiwilligen Feuerwehr und im Gesangsverein, der einmal die Woche im „Weißen Lamm“ zur Singstunde und zum „Dabeisein“, wie Hans-Günther Fischhaber sagt, zusammenkommt. Auch andere Vereine und Musikgruppen treffen sich zum Üben oder zum Stammtisch.

Die Wirtin vom "Weißen Lamm" Margit Fischhaber.

Die Familie hilft zusammen. Die Mutter Luise Fischhaber kocht. Die Ehefrau Margit Fischhaber bedient, kümmert sich um den Wurstverkauf, die Gästezimmer und vieles mehr. Die Kinder, die anderen Berufen nachgehen, helfen mit. Auch 2019 fand die Kirchweih im und um das „Weiße Lamm“ statt. Wie die Jahre davor sang der Wirt Gstanzl auf die Politik und die Ereignisse in der Gemeinde, begleitet von den Kirchweihburschen.


69