BR Fernsehen - Unter unserem Himmel


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Unter unserem Himmel Horch amoll - Mundarten im Dinkelsbühler Dreieck

Wohl kaum eine Gegend in Bayern ist sprachlich so vielfältig wie die um die Stadt Dinkelsbühl, denn hier vermischen sich mittelfränkische, schwäbische und altbairische Mundarten. Zusammen mit dem urwüchsigen Hohenlohisch-Fränkischen und zwei alten Geheimsprachen wird das Dinkelsbühler Dreieck an der bayerisch-württembergischen Grenze zu einer außergewöhnlichen Sprach-Landschaft.

Stand: 27.01.2020 | Archiv

Ein Film von Steffi Kammermeier

Die bewegte Geschichte von Dinkelsbühl spiegelt sich auch im Dialekt.

Filmautorin Steffi Kammermeier, die schon seit vielen Jahren Mundart-Filme für das BR Fernsehen dreht, hat sich im Dinkelsbühler Dreieck, d. h. der Region zwischen Frankenhöhe und Hesselberg, umgesehen und viele interessante Menschen kennengelernt. Wobei sie ihre Sprachforschungen keineswegs mit bitterem Ernst verfolgt: In ihren Filmen gibt es immer was zum Schmunzeln und Lachen. Und diesmal auch zum Staunen:

Viehhändlersprache Lachoudisch

Denn wer kennt schon die alte Viehhändlersprache Lachoudisch, die heute nur noch im Ort Schopfloch gesprochen wird? Und das Jenische, die Sprache der fahrenden Händler? Dabei waren sie in alten Zeiten weit verbreitet. Jakob Kronenwetter ist jenischer Herkunft und verkauft mit über 70 Jahren immer noch auf Märkten. Er gewährt dem BR-Team einen Einblick in das geheimnisvolle Leben der heute kaum noch bekannten Jenischen.

Sprachvielfalt entdecken: Mit Professor, Lehrer und Kabarettisten

Kabarettist Christoph Maul aus Schillingsfürst und Schauspieler Jochen Schaible touren gemeinsam durch die Lande.

Mit den beiden Geheimsprachen hat sich Professor Alfred Klebsch von der Universität Erlangen befasst, während der Dinkelsbühler Gymnasiallehrer Dr. David Neu zum Spezialisten für seinen Stadtdialekt geworden ist. Aber wenn man dem Fischer Karl Wiesinger, dem Gastwirt Heiner Sindel, den Dürrwanger Harles-Sängern oder den Kabarettisten Christoph Maul und Jochen Schaible einfach nur zuhört, begreift man die Sprachvielfalt dieser Region auch von allein.


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