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Doku-Serie Dorfhelferinnen

Sie sind Landwirtin, Hauswirtschafterin, Pflegerin und Erzieherin in einer Person: Andrea, Paula und Anja kommen zum Einsatz, wenn in einer Familie oder auf einem Hof dringend Hilfe benötigt wird. Die Doku-Serie nimmt dich mit in das Leben der drei Dorfhelferinnen. Es geht um große und kleine Themen, um Liebe und Schmerz, Glück und Unglück und um alles, was das Leben auf dem Dorf so ausmacht.

Stand: 06.11.2022 | Archiv

Dorfhelferinnen in Bayern:  Andrea, Paula und Anja (von l.) | Bild: BR/TANGRAM International GmbH/Stella Traub/Marc Trompetter

Ein Film von Daniela Agostini

Andrea (25), Paula (24) und Anja (28) sind junge Frauen mit viel Humor, Lebensklugheit und einem großen Herz – und natürlich können sie auch richtig anpacken. Die drei Dorfhelferinnen sind für viele Familien auf dem Land Retterinnen in der Not.

Alle drei verbindet die Liebe zu ihrem Beruf und dem Leben auf dem Land. Aber sie sind auch sehr unterschiedliche Charaktere, haben andere Biografien, Haltungen und Erfahrungen, die sie prägen. In vier Folgen lernst du die drei Heldinnen und ihre Einsatzorte in Niederbayern, Mittelfranken und Oberbayern kennen. Vier Folgen zum Mitfühlen, Mitfiebern und Mitlachen. Was treibt die drei jungen Dorfhelferinnen an? Was erleben sie in ihrem Berufsalltag? An welche Grenzen stoßen sie? Welche positiven und negativen Dinge haben sie schon erlebt?

Und das sind die drei

Anja kommt selbst von einem Hof in Mittelfranken

Anja ist seit 2016 Dorfhelferin in Mittelfranken, in den Landkreisen Roth und Weißenburg-Gunzenhausen. Sie ist selbstbewusst, kann gut mit Menschen umgehen und packt gerne mit an – und sie freut sich immer wieder aufs Neue, in die unterschiedlichsten Familien zu kommen, deren Lebensweise kennenzulernen und vor allem ständig etwas dazuzulernen. Die Dankbarkeit der Familien macht jede Anstrengung für sie wett. Auch einen Trauerfall hat sie schon erlebt und gespürt, wie wichtig in diesem Fall ihre Rolle für die Hinterbliebenen war. „Dieser Beruf ist meine Berufung“, sagt sie, „es war die absolut richtige Entscheidung.“

Paula hat auch in Irland und Island schon auf Bauernhöfen gearbeitet

Paula ist schon etwas in der Welt herumgekommen. Nach ihrem Realschulabschluss war sie ein gutes halbes Jahr in Irland und Island und hat dort jeweils auf einem Hof mit Kindern gearbeitet. Das hat ihr so gut gefallen, dass sie zurück in Oberbayern Dorfhelferin wurde. Das Besondere: Paula kommt, anders als viele Dorfhelferinnen, selbst nicht von einem landwirtschaftlichen Betrieb. Paula liebt ihren Beruf, weil sie so viele unterschiedliche Aufgaben hat und es immer wieder neue Einsatzorte und Familien gibt. Sie sagt: "Man muss ein gutes Gefühl dafür haben, was die Leute in diesem Moment am meisten brauchen." Auch in ihrer Freizeit engagiert sie sich - bei der Wasserwacht und beim Roten Kreuz.

Andrea steht ganz am Anfang als Dorfhelferin

Andrea aus Niederbayern wollte schon immer Menschen unterstützen und hat deshalb die Ausbildung zur Dorfhelferin begonnen. Mitte August hat sie ihre Abschlussprüfung, ein Monat später kommt ihr erster Arbeitstag als fertige Dorfhelferin – wenn sie die Prüfung schafft. Für Andrea ist es gerade eine aufregende Zeit voller Vorfreude, Erwartungen und Ungewissheiten: Wird sie den Ausbildungsabschluss schaffen? Wie wird der erste Arbeitstag, die erste Familie sein? Wird ein Umzug anstehen, wird die Beziehung zu ihrem Freund halten und ist es wirklich im Berufsalltag immer noch ihr Traumjob?


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