BR Fernsehen - Unter unserem Himmel


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Unter unserem Himmel Damals in Bayern angekommen

Nach dem 2. Weltkrieg strömten Millionen von heimatlos gewordenen Menschen in den Westen. Es waren Flüchtlinge und Vertriebene, die alles verloren hatten und nur mit ihrem Leben davongekommen waren. Angesiedelt wurden sie oft an ehemaligen Rüstungsstandorten, wo sie in Baracken und Bunkern eine provisorische Unterkunft fanden.

Stand: 01.04.2020 | Archiv

Ein Film von Sybille Krafft

Mit offenen Armen wurden diese Menschen nur selten empfangen, sie stammten aus dem Sudetenland, Schlesien, Siebenbürgen, Pommern, Mähren, der Bukowina, dem Banat oder anderen einst von Deutschen besiedelten Ostgebieten. Sie hatten nur ein paar wenige Habseligkeiten und mussten in der Anfangszeit unterstützt werden. Viele wurden bei Einheimischen einquartiert, was für beide Seiten nicht einfach war.

Heimatvertriebene trugen zum wirtschaftlichen Aufschwung bei

Was von oben wie ein Kloster aussieht, war einst die Kommandantur des Fliegerhorstes von Neutraubling.

Am Beispiel von Neugablonz im Allgäu, Neutraubling in der Oberpfalz und Traunreut in Oberbayern zeigt Sybille Krafft in ihrem Film, wie die Heimatvertriebenen mit ihrem Fleiß und Können in ihrer neuen Heimat schon bald für einen wirtschaftlichen Aufschwung sorgten.

Im Gespräch mit der Filmautorin Sybille Krafft erinnern sich Heimatvertriebene an ihre Anfangsjahre in Bayern, erzählen im paurischen Dialekt von Köstlichkeiten wie der "Rejchawurst" und berichten vom Improvisieren, von Reibereien und von Freundschaften mit den Einheimischen.


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