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Sprinzen, Tuxer und Jochberger Hummeln Alpenrinder

Immer wenn eine dieser alten Rasse überlebt hat, hat sie bei kleinen Bauern überlebt - bei Menschen, die eine jahrhundertealte Beziehung zu ihrem Vieh über deren Wirtschaftlichkeit gestellt haben. Sie lieben ihre Tiere über alles. Sie leben mit ihnen, oft unter einem Dach, und haben sich ganz diesen Tieren verschrieben.

Stand: 05.07.2018 | Archiv

Ein Film von Josef Schwellensattl

Priester und Biologe Ambros Aichhorn ist maßgeblich am Fortbestand der Tuxer Rinder beteiligt.

Im zweiten Film über Rinderrassen der Alpen geht es um die Tux-Zillertaler, um die Jochberger Hummeln und um die Pustertaler Sprinzen. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts galten die Pustertaler Sprinzen als die beste Rinderrasse der Habsburger Monarchie. Hundert Jahre später gab es sie nur noch in zwei, drei kleinen Ställen in den abgelegenen ladinischen Dolomitentälern. Immer, wenn eine Rasse überlebt hat, hat sie bei kleinen Bauern überlebt, bei Menschen, die eine jahrhundertealte Beziehung zu ihrem Vieh über deren Wirtschaftlichkeit gestellt haben. Den Tuxern und den Pinzgauern ist es ähnlich ergangen.

Die Bauern, die diese alten Rassen noch züchten, sind meistens besondere Menschen. Sie lieben ihre Tiere über alles, sie leben mit ihnen, oft wie seit jeher unter einem Dach, und haben sich ganz diesen Tieren verschrieben, obwohl sie an ihnen vielleicht weniger verdienen als an Hochleistungsrindern.
Das Filmteam besucht die Sprinzen in Südtirol und im Salzburger Land, die Jochberger Hummeln auf einer Alm bei Kitzbühel und die Tuxer beim Floacher Bauern im Zillertal und beim Neuwirt auf der Arztalalm in Tirol.

Die seltene Rinderrasse der Pustertaler Sprinzen ist im ganzen Alpenraum sehr gefragt.


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