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Heimatkrimi mit Johanna Bittenbinder Sau Nummer vier. Ein Niederbayernkrimi

Ein Dackel findet einen abgebissenen Finger, der von niemandem im Dorf vermisst wird. Und eine Leiche scheint es auch nicht zu geben. Polizeihauptkommissarin Wegmeyer hat es nicht nur mit einem sehr skurrilen Fall, sondern auch noch mit Hauptkommissar Lederer aus Straubing zu tun.

Stand: 22.03.2016

Niedernussdorf ist ein kleines, beschauliches Dorf in Niederbayern, nicht weit von Straubing. Hier gab es noch nie einen Mord, nicht so lange die Niedernussdorfer und ihre Polizeihauptkommissarin Gisela Wegmeyer denken können.

Filminfo

Originaltitel: Sau Nummer vier. Ein Niederbayernkrimi (D, 2010)
Regie: Max Färberböck
Darsteller: Johanna Bittenbinder, Florian Karlheim, Sigi Zimmerschied, Stefan Betz
Länge: 90 Minuten
16:9, stereo, VT-UT, Audiodeskription

Plötzlich taucht mitten in der Idylle ein abgetrennter männlicher Finger auf. Mit ihm tritt Florian Lederer auf den Plan, ein ehrgeiziger junger Hauptkommissar aus der Polizeidirektion Straubing. Lederer weist nach, dass der von einem Rauhhaardackel durchs Dorf getragene Finger ursprünglich von einem Schwein abgebissen wurde. Er geht davon aus, dass in Niedernussdorf ein alter Mann an Schweine verfüttert worden ist.

Die Polizisten Gisela Wegmeyer (J. Bittenbinder) und Erwin (M. Katzmair) mit den Kindern, die den Finger gefunden haben.

Lederer ist wild entschlossen, den Mord aufzuklären, während Gisela fest an einen Unfall glaubt. Sie mag die vorschnelle Art nicht, in der Florian Lederer seine Schlüsse zieht. Komisch ist nur, dass sich der Besitzer des Fingers nicht meldet. Normalerweise spricht sich so ein Unfall schnell herum.

Lederers Verdacht fällt rasch auf die Schweinebauern Matthias und Anne Berner, da Annes Vater Josef angeblich auf dem Jakobsweg unterwegs ist. Dann wird in einem Waldstück in der Nähe des Dorfes eine Brandstelle mit Asche gefunden. Mitten darin liegt ein künstliches Hüftgelenk. Es scheint also doch eine Leiche zu geben ...

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Wegmeyer

Johanna Bittenbinder spielt Gisela Wegmeyer

Gisela ist eine mitten im Leben stehende, zupackende Frau mit dem Herz am rechten Fleck, der es gelungen ist, sich ihren Glauben an das Gute im Menschen zu bewahren. Gisela ist als Teenager von Oberbayern nach Niedernussdorf gezogen, nachdem ihre Großmutter gestorben war und ihre Eltern den alten Hof der Familie übernommen haben. Abgesehen davon ist Gisela mit Leib und Seele Polizistin. Im Laufe der Jahre hat sie es bis zur Dienststellenleiterin der Polizeistation Niedernussdorf gebracht. Nebenbei kümmert sich Gisela um ihren demenzkranken Vater Jakob.

Lederer

Florian Karlheim ist Florian Lederer

Der ehrgeizige junge Polizeihauptkommissar aus Straubing leitet zusammen mit Gisela die Ermittlungen. Florian hat ein dynamisches bis übermotiviertes Auftreten und neigt dazu, auch mal übers Ziel hinaus zu schießen. Er wird feststellen, dass seine etwas selbstgefällige, vorschnelle Art nicht überall gut ankommt und insbesondere eine gestandene Frau wie Gisela sich nicht einfach herumkommandieren lässt.

Kramer

Stefan Betz spielt Schorsch Kramer

Schorsch Kramer, der übergewichtige Metzgersohn, muss sich immer wieder von seinem Vater anhören, dass er sich besser hinter die Theke der Metzgerei hätte stellen sollen, als Einbrecher und Verkehrssünder zu jagen. Doch Schorsch ist gern Polizist, und auch wenn er leicht zu verunsichern ist, überrascht er manchmal mit seinen kriminalistischen Geistesblitzen. Seine Schusseligkeit macht ihm allerdings immer wieder einen Strich durch die Rechnung.

Der Vater

Josef Wierer ist Jakob Wegmeyer

Giselas Vater Jakob war früher mit Leib und Seele Bauer. Seitdem seine Frau gestorben ist, wird er von Tag zu Tag verwirrter und bringt sich und andere in lebensbedrohliche Situationen. Gisela liebt ihren Vater sehr, aber sie weiß oft nicht, wie sie das alles schaffen soll und wie lange sie die Verantwortung noch tragen kann, den demenzkranken Vater zu Hause zu behalten.

Die Berners

Doris Buchrucker und Sigi Zimmerschied spielen die Berners

Die Berners sind bodenständige Bauern, die ihren landwirtschaftlichen Betrieb auf Schweinemast umgestellt haben und damit ihren Lebensunterhalt mehr schlecht als recht verdienen. Sie leben auf dem Hof, auf dem Matthias auch aufgewachsen ist. Matthias' Vater Josef ist ein sehr gläubiger Mensch, der eine Pilgerreise auf dem Jakobsweg macht.

Die Buben

Jakob Meyer und Jonas Hohlböck sind Olli und Beppo

Die beiden Freunde haben nur Unsinn im Kopf. Den größten Spaß haben sie, wenn sie den herrenlosen Rauhaardackel Seppl ärgern können. Wenn Seppl etwas verbuddelt, graben sie es aus und legen etwas anderes in das Loch hinein, um den Hund zu irritieren. Als sie bei einem dieser Streiche einen abgetrennten Finger finden, vergeht ihnen das Lachen schlagartig.


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