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Zwölfuhrläuten Oberbessenbach in Unterfranken

Der Stolz Oberbessenbachs ist sein Kirchberg. Die mächtige Pfarrkirche St. Stephanus thront auf dem Hügel - ihr großer Barockturm schaut in jeden Talwinkel. Direkt daneben die Ottilienkirche, die ihr mittelalterliches Aussehen bis heute bewahrt hat.

Von: Ursula Naumann

Stand: 28.07.2019 | Archiv

Oberbessenbach liegt am Westrand von Unterfranken an der alten Poststraße zwischen Frankfurt und Würzburg. Eine Pfarrei in Bessenbach wurde erstmals im Jahre 1184 erwähnt. Damit ist der Ort eine der Urpfarreien im Spessart. Die mittelalterliche Ottilienkirche und der Ottilienbrunnen, den Wallfahrer aus der Umgebung für Heilung von Augenleiden aufsuchten, sind Zeugnisse aus dieser Zeit.

Originelles Ortswappen

Auf einer Anhöhe steht mitten im Wald das über zweihundert Jahre alte Posthalterskreuz, um das sich viele Legenden ranken. Mit anderen Dörfern und Weilern bildet der Ort heute die Gemeinde Bessenbach. Das originelle Wappen des im Mittelalter hier ansässigen Adelsgeschlechts - ein rotbewehrter silberner Storch mit zwei Köpfen - hat man als Ortswappen der neuen Gemeinde übernommen.

Die Pfarrkirche St. Stephanus wurde im Jahr 1903 erbaut, weil die alte Ottilienkirche zu klein für die Gemeinde geworden war. In der Urkunde des Grundsteins heißt es: "Die katholische Pfarrei Oberbessenbach umfasst dermalen das Pfarrdorf gleichen Namens mit 130 Familien, 308 männlichen und 327 weiblichen, zusammen 635 Seelen und zwei Schulen".

Kirchenpatron und Patronin der Vorgängerkirche verehrt

Von den vier Glocken auf dem Kirchturm ist eine dem Kirchenpatron Stephanus, dem ersten Märtyrer der Christenheit, geweiht, eine andere der Heiligen Ottilie, der Patronin der Vorgängerkirche. Die beiden Heiligen sind auch auf farbigen Kirchenfenstern dargestellt. Der Hochaltar, die Seitenaltäre und die Kanzel wurden vom Würzburger Bildhauer Josef Metzger gefertigt.


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