BR Heimat

Zeit für Bayern Akustische Reisen durch Bayerns Regionen

Samstag, 12.12.2020
21:05 bis 22:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BR Heimat

Mehr Licht!
Stadtbeleuchtung in Bayern: von Pechpfannen und Lichtverschmutzung
Von Andreas Höfig

Vom Leben nach dem Tod
Die neu genutzten Klöster in Bayern
Von Annette Kugler

Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Mehr Licht!
Stadtbeleuchtung in Bayern: von Pechpfannen und Lichtverschmutzung
Von Andreas Höfig

Die historische Entwicklung der Stadtbeleuchtung beginnt mit dem "Heimleuchten". Ein Laternenträger führte nachts von Haus zu Haus. 1793 versuchte man es in München mit festinstallierten Pech- und Talgpfanne. Lange Zeit erhellte man die Städte mit Gaslampen, jede einzeln auf und abgedreht von Hand.
Die erste saubere Beleuchtung in Form von elektrischen Lampen nahm ihren Anfang in Nürnberg. Werner von Siemens erfand 1866 den Dynamo zur Stromerzeugung. Die erste dauerhafte elektrische Straßenbeleuchtung in Deutschland wurde am 7. Juni 1882 von Sigmund Schuckert in Nürnberg in Betrieb genommen, einige Monate später folgte in Berlin die Beleuchtung des Potsdamer Platzes.
Heute erhellen effiziente LED-Lampen Tunnel und Stadtautobahnen, intelligente Laternen schalten sich nur nach Bedarf ein. Allerdings sind die Städte in Bayern mittlerweile so hell, dass zum Beispiel Insekten unter der Lichtverschmutzung leiden. Ein neues Phänomen des 21. Jahrhunderts - auch in Bayern.

Vom Leben nach dem Tod
Die neu genutzten Klöster in Bayern
Von Annette Kugler

"Gibt es ein Leben nach dem Tod?" So eindeutig die Antwort der christlichen Konfessionen auf diese Frage ist, so offen ist sie für die mehr als 500 Klöster in Bayern.  
Was soll mit den Gebäuden geschehen, wenn der Konvent geschlossen wird?
Während Diözesen, Freistaat und Denkmalpfleger vielerorts um neue Konzepte ringen, ist in einigen ehemaligen Klöstern bereits neues Leben eingezogen. Das vormals konzentriert geistliche Leben wird durch ein anderes, weltliches Leben ersetzt. So entsteht im ehemaligen Nähzimmer des oberbayerischen Klosters Schlehdorf am Kochelsee nun moderne Kunst. Eine Münchner Wohnungsgenossenschaft hat das Kloster gekauft und etabliert im "Cohaus" gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten für Künstler oder Freiberufler. Das ehemalige Maristenkloster in Furth bei Landshut ist jetzt ein Seminar- und Schulungszentrum mit Hotel, Schaudestillation und Bräustüberl. Und während im oberbayerischen Kloster Polling hochwertige Mercedes-Oldtimer in die ganze Welt verkauft werden und die Säkularisation vollendet ist, dreht sich im ehemaligen Kloster Dießen auch das neue Leben wieder um das Seelenheil der Menschen: In der psychosomatischen Klinik am Ammersee werden Depressionen oder moderne Suchterkrankungen wie Internetabhängigkeit behandelt.
Annette Kugler unternimmt in der Zeit für Bayern einen Streifzug durch um-genutzte Klöster in Bayern.

Akustische Reisen durch Bayern Regionen

"Zeit für Bayern" bietet die Gelegenheit, alle Regionen Bayerns näher kennen zu lernen und neu zu erfahren. "Zeit für Bayern" ist bayerisches Leben und bayerisches Lebensgefühl abseits aller Klischees. Das "Bayern genießen-Magazin" mit Beiträgen aus den sieben bayerischen Regierungsbezirken gibt es in der Regel jeweils am ersten Samstag des Monats.

"Zeit für Bayern" - sollte jeder haben!