BR Heimat

Zeit für Bayern Nach dem Tod

Oltimer vor dem Kloster Polling | Bild: HK-Engineering

Samstag, 12.12.2020
21:05 bis 22:00 Uhr

  • Als Podcast verfügbar

BR Heimat

Vom Leben nach dem Tod
Die neu genutzten Klöster in Bayern
Von Annette Kugler

Der schöne Tod
Die Nürnberger Epitaphienkunst gestern und heute
Von Barbara Bogen

Moderation: Simone Schülein

Wiederholung von 12.05 Uhr, Bayern 2
Als Podcast und in der Bayern 2 App verfügbar

Vom Leben nach dem Tod
Die neu genutzten Klöster in Bayern
Von Annette Kugler

"Gibt es ein Leben nach dem Tod?" So eindeutig die Antwort der christlichen Konfessionen auf diese Frage ist, so offen ist sie für die mehr als 500 Klöster in Bayern.  
Was soll mit den Gebäuden geschehen, wenn der Konvent geschlossen wird?
Während Diözesen, Freistaat und Denkmalpfleger vielerorts um neue Konzepte ringen, ist in einigen ehemaligen Klöstern bereits neues Leben eingezogen. Das vormals konzentriert geistliche Leben wird durch ein anderes, weltliches Leben ersetzt. So entsteht im ehemaligen Nähzimmer des oberbayerischen Klosters Schlehdorf am Kochelsee nun moderne Kunst. Eine Münchner Wohnungsgenossenschaft hat das Kloster gekauft und etabliert im "Cohaus" gemeinschaftliches Wohnen und Arbeiten für Künstler oder Freiberufler. Das ehemalige Maristenkloster in Furth bei Landshut ist jetzt ein Seminar- und Schulungszentrum mit Hotel, Schaudestillation und Bräustüberl. Und während im oberbayerischen Kloster Polling hochwertige Mercedes-Oldtimer in die ganze Welt verkauft werden und die Säkularisation vollendet ist, dreht sich im ehemaligen Kloster Dießen auch das neue Leben wieder um das Seelenheil der Menschen: In der psychosomatischen Klinik am Ammersee werden Depressionen oder moderne Suchterkrankungen wie Internetabhängigkeit behandelt.
Annette Kugler unternimmt in der Zeit für Bayern einen Streifzug durch um-genutzte Klöster in Bayern.

Der schöne Tod
Die Nürnberger Epitaphienkunst gestern und heute
Von Barbara Bogen

Die Jahrhunderte alten Nürnberger Friedhöfe St. Johannis und St. Rochus zählen weltweit zu den schönsten Begräbnisstätten. Berühmt wurden beide Orte aber nicht allein durch die historischen Grabstätten so namhafter Künstler und Geistesgrößen wie Albrecht Dürer, Veit Stoss oder Willibald Pirckheimer, sondern auch durch ihre einzigartige Vielzahl von Epitaphien aus insgesamt sechs Jahrhunderten. Epitaphien sind kunsthistorisch wertvolle Grabinschriften, die reich verziert und kunstvoll aus Bronze oder Messing auf den liegenden Grabsteinen angebracht wurden. Sie geben bildhaft Auskunft über den Bestatteten und seine Familie und stehen nicht zuletzt für das Prestige des Verstorbenen über seinen Tod hinaus.
Auch heute gibt es viele Menschen, die sich ein Epitaph für ihren Grabstein noch zu Lebzeiten bestellen. Die heutigen Entwürfe müssen vom Epitaphiengremium abgesegnet werden und sind durchaus nicht immer unumstritten.
Lange Zeit hat die Stadt Nürnberg den einzigartigen kulturhistorischen Schatz der Epitaphien vernachlässigt. Viele Grabinschriften haben dringenden Restaurierungsbedarf, zahlreiche Gruften sind vom Einsturz bedroht.
Wiederholung vom 16.11.2019

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